Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 23. Oktober 2014 08:49 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Nationalrat beschließt neue Gesetze für Mediziner Gerüchte über Giftgasangriff in Kobane falsch Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Nationalrat beschließt neue Gesetze für Mediziner Gerüchte über Giftgasangriff in Kobane falsch
    Zuletzt aktualisiert: 25.02.2013 um 13:11 UhrKommentare

    Berlusconi und der barbusige Kampf um Italien

    Die Parlamentswahlen in Italien sind voll im Gange: Es geht nicht nur um das Wohl des Landes, auch die EU schaut gebannt nach Italien und auf Silvio Berlusconi - doch der hatte ganz andere Sorgen: Ein "barbusiger Protest" überschattete den Urnengang.

    Foto © AP

    Bis Sonntag um 22 Uhr waren im ganzen Land die 61.000 Wahllokale offen. Der Wahlgang wird am Montag von 7 bis 15 Uhr fortgesetzt. Erste Ergebnisse werden für Montagnachmittag gleich nach der endgültigen Schließung der Wahllokale erwartet. Circa 50 Millionen Italiener sind aufgerufen, ein neues Abgeordnetenhaus und einen neuen Senat zu wählen.

    Der Urnengang wurde am Sonntagvormittag von starken Schneefällen in Norditalien überschattet. In breiten Teilen der Lombardei, der Regionen Veneto und Emilia Romagna mit der Hauptstadt Bologna schneite es heftig.

    Die EU blickt genau auf die Abstimmung in Italien. Brüssel sowie die Finanzmärkte befürchten, dass bei einem Wahlsieg von Mitte-rechts-Chef Silvio Berlusconi die Schuldenkrise wieder aufflammen könnte. Berlusconi gab in seiner Heimatstadt Mailand seinen Stimmzettel ab. Dabei kam es zu einem Zwischenfall: Im Wahllokal warteten drei Frauen auf ihn, die mit einer provokativen Oben-ohne-Aktion im Stil der ukrainischen Aktivistinnen von Femen gegen den Medienzaren protestierten. Sie wurden jedoch von der Polizei mit Jacken bedeckt und in Handschellen abgeführt. Auf dem Rücken trugen die drei Frauen den Slogan "Basta Berlusconi" (Genug von Berlusconi).

    In den letzten Umfragen vor den Wahlen führte die Demokratische Partei (PD) mit ihrem Spitzenkandidaten Pier Luigi Bersani. Dieser könnte dann ein Bündnis mit der Zentrums-Bewegung des amtierenden Ministerpräsidenten Mario Monti bilden. Auf die Rückkehr an die Macht hofft der langjährige Regierungschef Silvio Berlusconi, der eine Rückerstattung von Steuern und die Anhebung von Kleinstpensionen versprochen hat.

    Eigentlicher Sieger könnte jedoch die Protestbewegung des Komikers Beppe Grillo werden. Die Gruppierung könnte zur zweitstärksten Einzelpartei im neuen Parlament avancieren. Das könnte stabile Mehrheitsverhältnisse erschweren. Erschweren könnten eine Regierungsbildung aber auch unterschiedliche Mehrheiten in den beiden Parlamentskammern.


    Foto

    Foto © AP

    Bild vergrößernBarbusiger Protest gegen BerlusconiFoto © AP

    Fakten

    Neben den Parlamentswahlen sind am Sonntag und Montag auch Regionalwahlen in drei Regionen - Lombardei, Latium mit der Hauptstadt Rom und Molise - angesetzt. Dabei können fast 13 Millionen Italiener von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Die Parlamente dieser drei Regionen waren in den vergangen Monaten wegen Korruptionsaffären aufgelöst worden.

    Mehr Politik

    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      Kerry und Steinmeier an Mauergedenkstätte

      Kurz vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls hat US-Außenminister John Kerr...Noch nicht bewertet

       

      Politik im Bild

      Seligsprechung von Papst Paul IV 

      Seligsprechung von Papst Paul IV

       

      100 Jahre Erster Weltkrieg

      Eine Reise an Orte, die bis heute vom Krieg gezeichnet sind. Elf illustrierte Reportagen auf 285 Seiten. Das neue Buch der Kleinen Zeitung ist ab sofort im Online-Shop erhältlich.

       


      Steirische Strukturreform

      APA

      Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.

      Griechenland in der Krise



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!