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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2013 um 18:33 UhrKommentare

"Wann ist ein Papst rücktrittsreif?"

Die Kleine Zeitung lädt die Spitzenkandidaten für die Kärntner Landtagswahl zum Live-Gespräch ein. Landeshauptmann Gerhard Dörfler von der FPK stand unseren Usern am Donnerstag im Chat, der auch live im Internet gestreamt wurde, Rede und Antwort.

Quelle © doerfle1024klz1402.jpg | Foto: Kleine Zeitung Live-Chat mit Gerhard Dörfler (FPK)

Warum sollte man Sie am 3. März wählen?

GERHARD DÖRFLER: Weil ich ein Landeshauptmann bin, der viel erreicht hat. Denken Sie an die Lösung der Ortstafelfrage, das Durchsetzen der Koralmbahn und den Ausbau der Pack.

Glauben Sie trotz der Skandale an eine Wiederwahl?

DÖRFLER: Ich hoffe, dass die Menschen durchschauen, dass es sowas wie eine Skandalnebelproduktion gibt. Ich hatte nie etwas mit der Hypo zu tun und auch nicht mit Schloss Reifnitz.

Wie kann man nach der Wahl gemeinsam gute Politik machen, wenn man sich im Vorfeld ständig gegenseitig beschuldigt?

DÖRFLER: Vergleichen wir das mit dem Sport. Jeder will Sieger sein, jeder bekämpft sich, jeder spielt Foul, aber nach dem Spiel gratuliert man sich gegenseitig.

Warum hat die FPK dann ihren "Attacken-Leitfaden" nötig?

DÖRFLER: Die SPÖ hat auch so einen, ich bräuchte beide nicht.

Wann ist ein Politiker rücktrittsreif?

DÖRFLER: Wann ist ein Papst rücktrittsreif? Das muss jeder für sich selbst entscheiden, aber bei einer rechtskräftigen Verurteilung.

Wie wichtig ist Kurt Scheuch für die FPK?

DÖRFLER: Er ist Parteiobmann, ich bin Landeshauptmann. Ich bin der Spitzenkandidat, daher zählt mein politisches Angebot.

Sie wollen Geld aus dem Zukunftfonds für die Schaffung von Arbeitsplätzen nutzen. Warum ist das nicht schon passiert?

DÖRFLER: Weil eine Wahl natürlich auch entsprechende Angebote benötigt.

Wieso ist Kärnten österreichweit immer der Buhmann?

DÖRFLER: Weil wir ein politischer Systemfehler sind, da weder SPÖ noch ÖVP regieren.

Ist in Kärnten alles gut?

DÖRFLER: Ich lasse mir das Land nicht schlecht reden.

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