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  • 31. Oktober 2014 06:34 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 01.02.2013 um 06:47 UhrKommentare

    Obsorge: Dialog wird zur Pflicht

    Ab Freitag gelten für Eltern, die sich trennen, neue Regeln. Alle müssen zu Pflicht-Beratungsgesprächen. Dies ist Teil einer Familiennovelle, die Problemlösungen einfacher machen soll.

    Foto © Fotolia

    Julian* ist sieben und am Sonntagabend oft still und traurig. Dann nämlich, wenn er vom "Papa-Wochenende" zurück ist. Julians Mutter möchte die Kontakte mit seinem Vater aussetzen - sie tun ihm ja sichtbar nicht gut, meint sie. Im Gespräch bei einer Beratungsstelle wird ihr klar: Der Bub ist traurig, weil er sich immer wieder vom Vater trennen muss. Julians Mutter kann seine Traurigkeit nun akzeptieren.

    Problemlösungen wie diese, im Sinne der Kinder, sollen in Zukunft einfacher werden, wenn sich Paare trennen. Ein neben der neuen Obsorgeregelung weniger beachteter Teil der Familienrechtsnovelle, die heute in Kraft tritt, sind verpflichtende Eltern-Beratungsgespräche bei einvernehmlichen Scheidungen - auf eigene Kosten. Bisher hält vor allem der Verein Rainbows die Beratungsgespräche ab, aber die Liste soll wachsen. Bedarf gibt es.

    "Vor Gericht müssen die Beratungsgespräche - etwa durch eine Bestätigung - nachgewiesen und glaubhaft gemacht werden", erklärt Christian Wigand vom Justizministerium. "Unsere Familienrichterinnen und -richter bei den Bezirksgerichten sind gerüstet", sagt Christian Liebhauser Karl, Sprecher des Landesgerichtes. Ob die befürchtete Lawine von Obsorgeantragstellungen tatsächlich losbrechen wird, kann man in der Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes nicht abschätzen. "Das Gesetz ist gut gemeint, es gibt begrüßenswerte Neuerungen. Wichtig wird aber sein, jene Ressourcen zu schaffen, die wir brauchen, um das Gesetz zu leben", betont Jugendanwältin Astrid Liebhauser Karl. Letztlich liege es aber weiter an den Eltern, Lösungen zu finden.

    *Name geändert

    SONJA HASEWEND, KATHARINA PILLMAYR, PETER KIMESWENGER

    FAKTEN

    Das Justizministerium listet auf www.bmj.gv.at Beratungsstellen und -termine in ganz Österreich auf.

    In Kärnten bietet derzeit der Verein Rainbows Beratung an, meist in Gruppen, auch Einzeltermine sind möglich. Infos über die Gruppen- und Tagesseminare für Mütter und Väter unter www.rainbows.at

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