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    Zuletzt aktualisiert: 20.01.2013 um 05:38 UhrKommentare

    Schon in zwei Tagen neuer Landesrat?

    Hochspannung vor SPÖ-Vorstandssitzung. Bildet SPÖ ihr Regierungsteam um? Weizer Nationalrat Schickhofer ist Favorit.

    Der Weizer Michael Schickhofer, derzeit Nationalrat und früher enger Mitarbeiter von Landeshauptmann Voves, könnte schon bald neuer Landesrat der SPÖ werden

    Foto © APADer Weizer Michael Schickhofer, derzeit Nationalrat und früher enger Mitarbeiter von Landeshauptmann Voves, könnte schon bald neuer Landesrat der SPÖ werden

    Am Montag ist es so weit: Da treten das Präsidium und der Landesvorstand der SPÖ zu einer Sitzung zusammen. Offizieller Anlass ist die Nominierung eines neuen Zweiten Landtagspräsidenten, da der bisherige Präsident Manfred Wegscheider im Dezember zum Bürgermeister von Kapfenberg gewählt wurde und sein Amt zurücklegte. Schon länger ist ja vereinbart, dass SPÖ und ÖVP die Position des Ersten und des Zweiten Landtagspräsidenten tauschen. In den letzten Tagen fiel intern eine Vorentscheidung: Der Abgeordnete Werner Breithuber, er war bis vor Kurzem Bürgermeister von Seiersberg, soll am Dienstag vom Landtag zum Dritten Präsidenten gewählt werden. Ursula Lackner dürfte vom Sessel des Dritten auf den des Zweiten Präsidenten wechseln. FPÖ-Klubobmann Georg Mayer hat angekündigt, mit Gunter Hadwiger einen eigenen Kandidaten für die Wahl am Dienstag im Landtag zu nominieren. Er hat aber gegen SPÖ und ÖVP keine Chance.

    Die große Überraschung dürfte aber Landeshauptmann Franz Voves präsentieren: Wie die Kleine Zeitung mehrfach angedeutet hat, könnte er die Gelegenheit zu einer Regierungsumbildung nutzen. Landesrätin Elisabeth Grossmann könnte abgelöst werden. Voves, dazu von der Kleinen Zeitung befragt, sagte zuletzt: "Ich schließe im Zusammenhang mit einem so großen Personalpaket eine Veränderung in der Regierungsmannschaft nicht aus."

    Zu weiteren Aussagen war er nicht bereit, "so etwas ist in der SPÖ immer eine Sache der Gremien, dabei bleibt es". Bei der Suche nach möglichen Kandidaten kommen einige Namen ins Spiel. Etwa Ursula Lackner, mit ihr wären auch die SPÖ-Frauen sehr zufrieden, bliebe damit doch die 50-Prozent-Quote in der Regierung erhalten.

    Aber auch der profilierte EU-Abgeordnete Jörg Leichtfried gehört zur engeren Personalreserve der SPÖ. Der Obersteirer ist sowohl auf EU-Ebene als auch auf Bundesebene bestens vernetzt. Sein größter Nachteil: Wechselt er zurück in die Steiermark, geht das EU-Mandat verloren. Und dass bei der nächsten Europawahl wieder ein Steirer so weit nach vorne auf die Liste kommt, ist mehr als unwahrscheinlich.

    Spannend ist freilich die dritte Variante: Seit September 2010 sitzt Michael Schickhofer (33) für die SPÖ im Nationalrat. Er ist seit vielen Jahren ein enger Vertrauter von Voves, der hatte ihn im Jahr 2005 ins Regierungsbüro geholt, wo er fünf Jahre lang für die Gemeinde- und Regionalentwicklung zuständig war. Davor hatte der studierte Betriebswirt mehrere Jahre an verschiedenen Stellen im Magna-Konzern von Frank Stronach gearbeitet.

    Neben seiner inhaltlichen und persönlichen Nähe zum Regierungschef hätte diese Rochade einen weiteren Vorteil: Schickhofer macht einen Sitz im Nationalrat frei. Dieses Mandat hatte er 2010 "geerbt", weil der Abgeordnete Christian Faul kurzfristig sein Mandat zurücklegen musste. Jetzt könnte es Grossmann übernehmen, schließlich saß sie vor ihrem Wechsel in die Landesregierung bereits sieben Jahre im Parlament, zuletzt als stellvertretende Klubobfrau. Dass so ein Wechsel kompliziert würde, weil Grossmann und Schickhofer nicht aus demselben Wahlkreis kommen, wird nur Parteisekretär Toni Vukan Kopfzerbrechen bereiten.

    Im Gegensatz zur SPÖ müssen die Granden der ÖVP wohl noch bis Dienstag warten: Der Parteivorstand könnte - was in solchen Fällen in den letzten Jahren oft der Fall war - kurzfristig für Dienstagfrüh eingeladen werden. Treffpunkt ist wie immer der ÖVP-Klub im Landhaus, wo auch die Abgeordneten zusammensitzen. Dieses Gremium könnte dann jene Personalie beschließen, die seit Kurzem fix ist: Franz Majcen rückt - drei Monate vor der mit der SPÖ vereinbarten Zeit - vom Zweiten zum Ersten Landtagspräsidenten auf. Hartnäckige Gerüchte, es stünden weitere Personalrochaden auf der Tagesordnung, werden dementiert.

    CLAUS ALPERTANI, CLAUDIA GIGLER

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