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    Zuletzt aktualisiert: 18.01.2013 um 16:55 UhrKommentare

    Diesmal eine Nummer kleiner

    Von dem Optimismus, der Obamas Amtsantritt vor vier Jahren trotz Finanz- und Wirtschaftskrise begleitete, ist in Washington nicht mehr viel zu spüren. Die zweite Angelobung Obamas steht im Zeichen der Frustration - und soll doch ein Symbol der Hoffnung werden.

    Der Rausch von 2008 ist verflogen

    Foto © APDer Rausch von 2008 ist verflogen

    Tragetaschen mit aufgedruckter US-Flagge, Obama-Mützen und Champagnergläser mit Präsidentensiegel - in der offiziellen Boutique zur Vereidigung von Barack Obama decken sich Washington-Besucher bereits seit Tagen mit Souvenirs ein. Hunderttausende Menschen werden auf der National Mall im Herzen der Hauptstadt erwartet, wenn Obama am Montag auf den Stufen des Kapitols den Eid für eine zweite Amtszeit ablegt. Die Zeremonie fällt aber eine Nummer kleiner aus als vor vier Jahren, als Obama als erster afroamerikanischer Präsident Geschichte schrieb.

    Im Jänner 2009 versammelten sich trotz Minusgraden 1,8 Millionen Menschen auf der Mall und in den umliegenden Straßen, um bei der pompösen Amtseinführung Obamas dabei zu sein. Die Behörden rechnen in diesem Jahr mit 600.000 bis 800.000 Besuchern. Etwa 250.000 von ihnen können direkt auf der Mall feiern, weil sie Tickets von ihren Kongressabgeordneten bekommen haben. "Es ist immer noch ein historischer Moment", sagte Cameron French, stellvertretender Sprecher des Organisationskomitees.

    Rausch von 2008

    Von dem Optimismus, der Obamas Amtsantritt vor vier Jahren trotz Finanz- und Wirtschaftskrise begleitete, ist in Washington aber nicht mehr viel zu spüren. "Der Rausch von 2008 ist der Frustration von 2012 gewichen", kommentierte die "Washington Post". Obama konnte die überzogenen Erwartungen, die an ihn gerichtet wurden, nicht erfüllen. Zugleich verfestigte sich in den vergangenen Jahren die politische Spaltung des Landes. Ob Sanierung des Staatshaushalts oder schärfere Waffengesetze - bei praktisch jeder wichtigen Frage stehen sich Demokraten und Republikaner unversöhnlich gegenüber.

    Der Vorsitzende Richter des Supreme Court, John Roberts, wird Obama den Eid für die zweite Amtszeit gleich doppelt abnehmen - am Sonntag in einer privaten Zeremonie im Weißen Haus und am Montag vor den Augen der Nation. Hintergrund ist, dass in der Verfassung der 20. Januar als Datum für die Vereidigung festgelegt ist; die große Inaugurationsfeier findet aber traditionell an einem Wochentag statt.

    Die Feierlichkeiten am Montag fallen mit dem nationalen Gedenktag für den 1968 ermordeten afroamerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King zusammen - ein Zufall mit hoher Symbolkraft. Der Präsident hat sich daher entschlossen, seinen Amtseid auf zwei Bibeln abzulegen. Wie 2009 will er auf ein Exemplar des Heiligen Buchs schwören, das sich einst im Besitz von Ex-Präsident Abraham Lincoln befand. Obama verehrt Lincoln, der im 19. Jahrhundert die Sklaverei in den USA beendete. Dieses Jahr will er aber auch noch eine Bibel von Martin Luther King hinzunehmen.

    Rede als Geheimnis

    Zum Inhalt seiner Vereidigungsrede hält sich Obama bedeckt. Der Präsident dürfte in seiner zweiten "Inaugural Address" aber harmonische und patriotische Töne anschlagen. "Die wohl wichtigste Anforderung an die Rede ist, das Land zu einen", sagt Leila Brammer, Expertin für politische Kommunikation vom Gustavus Adolphus College in Minnesota. Die schärfere Rhetorik kann sich Obama für die Rede zur Lage der Nation aufsparen, die er am 12. Februar hält.

    Gesellschaftlicher Höhepunkt der Amtseinführung sind die Präsidentenbälle. Doch auch bei den Partys wird in diesem Jahr gekürzt. Während der Präsident und seine Gattin Michelle im Jänner 2009 noch auf zehn Bällen feierten, stehen am Montag nur zwei offizielle Tänze auf dem Programm. Etwa 40.000 Gäste werden zu den beiden Festen im wenig glamourösen Washingtoner Kongresszentrum erwartet. Daneben wird aber auf einer Reihe von inoffiziellen Bällen bis in die Nacht getanzt, auch die Kneipen und Bars in der Hauptstadt stellen sich auf einen Ansturm durstiger Vereidigungs-Touristen ein.

    Für die Sicherheit während der Vereidigung sorgen erneut zehntausende Polizisten und Mitglieder der Nationalgarde. Das Zentrum Washingtons wird für den Verkehr gesperrt, Passanten an der Mall müssen Sicherheitskontrollen durchlaufen. Die Bundespolizei FBI ließ allerdings verlauten, dass es "keine glaubhaften Drohungen" gegen die Feierlichkeiten zum Start von Obamas zweiter Amtszeit gebe.

    Von Gregor Waschinski

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