Israel will 200 neue Siedlerhäuser bauen

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Ungeachtet scharfer internationaler Kritik an der Siedlungspolitik will Israel etwa 200 neue Häuser in zwei Siedlungen im südlichen Westjordanland bauen. Das Bauministerium in Jerusalem veröffentlichte am Mittwoch Ausschreibungen für den Bau von 84 Häusern in Kiriat Arba nahe Hebron und 114 weiteren in Efrat bei Bethlehem.
Die neuen Ausschreibungen sind nach Berichten des israelischen Rundfunks Teil von Plänen zum Bau von insgesamt 3.000 Siedlerwohnungen im Westjordanland. Israel reagierte damit im Dezember auf die Anerkennung Palästinas als Beobachterstaat durch die Vereinten Nationen.
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Baugenehmigungen für Siedlerhäuser im Westjordanland nach Informationen der Organisation Peace Now auf 6.676 angestiegen. Damit hätte sie sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht.
Die rechtsorientierte Likud-Partei des Regierungschefs Netanyahu verurteilte US-Kritik an der Siedlungspolitik nach einem Zeitungsbericht als "grobe Einmischung" in den Wahlkampf. US-Präsident Obama wolle sich dafür "rächen", dass Netanyahu im US-Wahlkampf Partei für den republikanischen Kandidaten Romney ergriffen habe, hieß es in Medien.
Israels Oberstes Gericht hat indes den Abriss eines palästinensischen Protestcamps auf dem Gelände einer besonders umstrittenen künftigen Siedlung im Westjordanland genehmigt. Etwa 100 Palästinenser und ausländische Unterstützer waren bereits in der Nacht zum Sonntag von israelischen Sicherheitskräften gezwungen worden, das Lager im sogenannten Gelände E1 zwischen Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim zu verlassen.












