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    Zuletzt aktualisiert: 16.01.2013 um 15:29 UhrKommentare

    EU stellt sich auf längeren Militäreinsatz in Mali ein

    Die Europäische Union bereitet sich auf einen längeren Militäreinsatz in Mali vor. Ein hochrangiger EU-Diplomat sagte am Mittwoch in Brüssel: "Diese Ereignisse in Mali werden Wochen, wenn nicht Monate dauern."

    Ein anderer hochrangiger EU-Diplomat sagte, das Vordringen der radikalen Islamisten in Mali stelle auch eine Bedrohung der Sicherheit in Europa dar. Das von den Islamisten kontrollierte Gebiet in Mali könnte zu einem "sicheren Hafen" auch für Islamisten aus Europa werden.

    Die EU-Außenminister wollen am Donnerstag in Brüssel die EU-Ausbildungsmission für die malischen Streitkräfte beschließen. Der Start der Operation muss später noch gesondert beschlossen werden, er ist für Ende Februar, Anfang März vorgesehen.

    Ursprünglich hätten 200 bis 250 EU-Ausbildner vier Bataillone der Armee von Mali mit jeweils 650 Mann in Markala, 250 Kilometer nordöstlich von Bamako, trainieren sollen. Dies entspricht ungefähr der Hälfte der Größe der malischen Streitkräfte. Wegen des verschärften Bürgerkriegs und des französischen Kampfeinsatzes müssten diese Pläne aber nun vielleicht angepasst werden, sagte ein EU-Experte.

    Zehn Experten

    Finnland wäre bereit, bis zu zehn Experten im Rahmen einer bereits im vergangenen Dezember prinzipiell vereinbarten, militärischen Ausbildungsmission der EU nach Mali zu entsenden. Das bestätigte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Helsinki gegenüber der Tageszeitung "Turun Sanomat" (Mittwoch-Ausgabe).

    Auch Großbritannien werde ein paar Mann in die Trainingsmission entsenden, sagte ein Diplomat. Experten in Brüssel rechnen nicht, dass es zu Problemen kommt, ausreichend Soldaten für die EU-Ausbildungsmission aufzutreiben. Österreich lehnt eine Beteiligung gegenwärtig ab.

    Über die Finanzierung soll am Donnerstag bei dem Treffen in Brüssel nicht beraten werden. Die EU will außerdem einen von der UNO unterstützten Militäreinsatz der Westafrikanischen Staatengemeinschaft (ECOWAS) unterstützen. Für Samstag ist ein Gipfel der ECOWAS-Staaten anberaumt. Einen Kalender für den Einsatz gebe es noch nicht, hieß es in Brüssel. Die ursprüngliche Einsatzplanung für September müsse nun aber erheblich vorgezogen werden, erste Soldaten könnten bereits binnen 24 Stunden in Mali eintreffen.

    Die EU-Mission sei auf Training beschränkt, hieß es weiter. Dies bedeute, dass die EU-Ausbildner auch kein "Mentoring" mit den malischen Streitkräften beim Kampf gegen die Rebellen betreiben würden, sondern in ihren Trainingsgebieten bleiben würden. Ein wichtiges Ziel sei es, der Armee den Umgang mit Kriegsgefangenen beizubringen, sagte ein Diplomat.

    Quelle: APA

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