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    Zuletzt aktualisiert: 13.01.2013 um 21:15 UhrKommentare

    Frankreich setzt Offensive gegen Islamisten fort

    Seit Freitag sind französische Truppen im westafrikanischen Staat Mali im Einsatz gegen islamistische Rebellen. Am Sonntag griff die französische Luftwaffe Hochburgen der Islamisten in Nordmali an.

    Archivaufnahmen von April 2012: Kämpfer der Islamisten-Gruppe Ansar Dine in einer Wüste bei Timbuktu

    Foto © APArchivaufnahmen von April 2012: Kämpfer der Islamisten-Gruppe Ansar Dine in einer Wüste bei Timbuktu

    Im Kampf gegen die Islamisten in Mali hat die französische Luftwaffe am Sonntag erstmals Ziele in den Hochburgen der Rebellen im Norden des Landes angegriffen. Einwohner berichteten von Angriffen auf die Provinzhauptstadt Gao und auf Ziele nahe von Kidal, der ersten im März vergangenen Jahres von den Islamisten eingenommenen Stadt. In Frankreich selbst wurden unterdessen aus Angst vor Anschlägen die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

    Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian erklärte in Paris, die Luftwaffe habe etwa ein Dutzend Angriffe in der Nähe von Gao geflogen. Dabei seien Ausbildungsstätten und Logistikdepots der Rebellen zerstört worden. Einwohner von Gao berichteten der Nachrichtenagentur AFP telefonisch, dass die französische Luftwaffe auch Ziele in der Stadt angegriffen habe. Alle Stützpunkte der Islamisten seien zerstört worden. "Es gibt keinen einzigen Islamisten mehr in der Stadt", berichtete einer der Bewohner.

    In der Nähe von Kidal wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Stadt Aghabo angegriffen, etwa 1.500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako. Sie ist ein wichtiger Standort der islamistischen Gruppe Ansar Dine, die dort Munitions- und Treibstoffvorräte lagert.

    Die französische Armee hatte am Freitag in die Kämpfe in Mali eingegriffen, wo die Islamisten in den vergangenen Tagen immer weiter auf die Hauptstadt Bamako vorgerückt waren. Zunächst griffen die französischen Soldaten nur Ziele entlang der Kampflinie zwischen Islamisten und Regierungstruppen an. Frankreich fürchtet wie viele andere Staaten, dass Mali zu einem Rückzugsort für Al-Kaida-Terroristen und Taliban-Kämpfer wird.

    Großbritannien sagte Frankreich am Wochenende logistische Hilfe zu, unter anderem Transportmaschinen der Luftwaffe. Auch die USA erwägen ein Eingreifen: Washington könnte logistische Hilfe liefern und Geheimdienstinformationen bereitstellen, sagte ein US-Regierungsvertreter. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle schloss eine Entsendung von Kampftruppen erneut aus. Deutschland werde sich aber womöglich an einer späteren Ausbildungsmission für die malische Armee beteiligen.

    Sicherheitsvorkehrungen verstärkt

    Wegen seines Eingreifens in Mali und eines missglückten Einsatzes in Somalia erhöhte Frankreich die Sicherheitsvorkehrungen im eigenen Land. Bewaffnete Sicherheitskräfte patrouillieren seit Samstag in Bahnhöfen und Metro-Stationen in Paris, die Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen und öffentlichen Gebäuden wurden verschärft.

    In Somalia waren am Samstag beim gescheiterten Befreiungsversuch für eine französische Geisel aus der Hand islamistischer Entführer mindestens 18 Menschen getötet worden, darunter ein französischer Soldat. Ansar Dine in Mali und der Al-Kaida-Ableger Al-Shabaab in Somalia drohten Paris daraufhin mit Vergeltung.

    Der UNO-Sonderbeauftragte für die Sahelzone, Romano Prodi, verteidigte das militärische Engagement Frankreichs in Mali. "Frankreich hat auf Basis einer breiten Übereinstimmung eingegriffen", sagte Prodi am Sonntag im Interview mit der deutschen Zeitung "Die Welt". Zur Begründung führte der frühere EU-Kommissionspräsident und italienische Regierungschef an, die internationale Gemeinschaft befürworte den Einsatz, denn "die Angst vor dem islamischen Terrorismus wird von allen geteilt". Zur Befürchtung, Deutschland könne mit seiner Weigerung, den Einsatz militärisch zu unterstützen, Europa spalten, sagte Prodi: "Aus den Erklärungen, die ich kenne, geht eine einheitliche Position der (Europäischen) Union hervor. Ich habe keine Anhaltspunkte für eine davon abweichende Position Deutschlands."


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