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    Zuletzt aktualisiert: 06.01.2013 um 12:01 UhrKommentare

    Küberl kritisiert "Kraut und Rüben" im Asylwesen

    Bund und Länder sollen einheitliche Standards bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen festschreiben, fordert Caritas-Präsident Franz Küberl. Asylwerber sollen mehr arbeiten und verdienen dürfen als jetzt.

    Caritas-Präsident Franz Küberl: "Sind in Österreich nicht gewohnt, dass Asylwerber sich selbst zu Wort melden"

    Foto © APACaritas-Präsident Franz Küberl: "Sind in Österreich nicht gewohnt, dass Asylwerber sich selbst zu Wort melden"

    Caritas-Präsident Franz Küberl fordert einheitliche Standards für die Unterbringung von Asylwerbern in Österreich. Die Bundesländer könnten dazu ein Grundsatzpapier unterzeichnen, schlug er im Interview mit der APA vor. Gewisse Forderungen der Flüchtlinge kann Küberl nachvollziehen, denn: "Wir sind ja nicht im Himmel, schon gar nicht mit dem Asylgesetz." Auch bei den Zuverdienstmöglichkeiten müsse es Verbesserungen geben.

    Im Fall der Flüchtlinge, die derzeit die Wiener Votivkirche besetzt haben, lobt Küberl die dort geleistete Arbeit der Hilfsorganisation. "Die Caritas Wien ist ja wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Kirchenraum zu besetzen ist sozusagen eine doppelt heikle Situation und ich glaube, sie haben wahnsinnig viel Beruhigung und Struktur hineingebracht." Küberl betont auch, dass auch in absehbarer Zukunft das Engagement weiterbestehen werde: "Die Freunde von der Caritas Wien sind schon sehr gut aufgestellt und laufen auch nicht leicht davon."

    "Wir sind in Österreich nicht gewohnt, dass Asylwerber sich selbst zu Wort melden", meint Küberl zur Besetzung. Trotzdem müssten auch die Flüchtlinge akzeptieren, dass man nicht gleich alles erhält, wenn man etwas fordert. "Das sind Lernprozesse, welche die Leute in der Votivkirche zur Kenntnis nehmen müssen." Zudem sei die Situation aufgrund der vielen Spieler verzwickt, neben den Flüchtlingen, der Caritas, der Pfarre und der Regierung gebe es noch "diese bayrische Initiativgruppe, von der man nicht recht weiß, wo sind hingehört und was sie will".

    Im Asylwesen ortet Küberl Licht- und Schattenseiten. Bei der Gesetzgebung sei man "in einer ganzen Reihe von Punkten durchaus sehr vernünftig unterwegs", aber "es wäre wichtig, dass sich der Bund und die Länder gemeinsam klar werden, was die Qualitätsstandards in der Unterbringung und der Betreuung sind. Da gibt?s in Wirklichkeit Kraut und Rüben". Darum müsse man nun sortieren und Klarheit schaffen. "Es ist wichtig, dass Asylwerber in der selben Weise quer durch Österreich betreut werden."

    Auch die Erwerbsmöglichkeiten müssen laut dem Caritas-Präsidenten deutlich verbessert werden. Jene 110 Euro, die sich ein Asylwerber derzeit dazuverdienen darf, seien "zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig". Sein Vorschlag: "Alles was Asylwerber bis zur Höhe der Mindestpension dazuverdienen, sollte geteilt werden. Die Hälfte für den Asylwerber, die andere als Zuzahlung zu den Grundversorgungskosten." Menschen, die nach Österreich kommen würden nach ihrem Asylansuchen sofort spüren, "bei uns giltst du nur etwas, wenn du arbeitest. Das strukturell zu verunmöglichen und in den Wartesaal des Lebens zu geben, halte ich für das schlechteste."

    Bei den Quoten nimmt Küberl die Kommunen in die Pflicht. "Mir wird aus mehreren Bundesländern gesagt, dass es sehr gute Quartiere gäbe, sich aber sehr viele Bürgermeister querlegten. Die haben irgendwie ein Übermaß an Sorgen und die Frage ist: Ein Bürgermeister ist für seine Gemeinde da, ist aber auch Teil der Republik Österreich und hat einen Moment an gemeinsamer Verantwortung." Hier geschehe ein "Hase-und-Igel-Spiel" zwischen Ländern und Bund. "Auch Politiker sind erwachsene Menschen und die sollen vernünftig miteinander reden."


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