Bürgermeister von Maribor tritt offiziell zurück
Nachdem er vor dreieinhalb Wochen aufgrund der anhaltenden Massenproteste seinen Rücktritt ankündigte, nahm Franc Kangler, Bürgermeister von Maribor, am Montag endgültig seinen Hut.

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Der Bürgermeister von Maribor, Franc Kangler, ist am Montag auch offiziell zurückgetreten. Damit setzte er seine Rücktrittsankündigung in die Tat um, die er vor dreieinhalb Wochen infolge von Massenprotesten gemacht hatte. Die Proteste in Maribor, die als Epizentrum der landesweiten Bürgeraufstände gilt, nehmen damit aber kein Ende. Für nächsten Montag sind neue Proteste angekündigt.
"Ich habe heute den Gemeinderat schriftlich über meinen Rücktritt benachrichtigt. Damit habe ich mein Versprechen, das ich am 6. Dezember machte, gehalten", sagte Kangler am Montag vor Journalisten. Er betonte, dass die gegen ihn gerichteten Proteste gut organisiert und zentralistisch geführt seien. "Ich bin überzeugt, dass hinter diesen Protesten nicht die lokale Politik aus Maribor steht, sondern die zentrale Linkspolitik aus Ljubljana", fügte Kangler hinzu.
Vorerst "im Schatten" halten
Völlig aus der Politik zurückziehen, will sich der seit 2006 als Bürgermeister amtierende, ehemalige Parlamentsabgeordnete jedoch nicht. Vorerst werde er sich aber "im Schatten" halten, so Kangler.
Nach dem Rücktritt des Bürgermeisters wollen Demonstranten nun auch die Auflösung des Gemeinderats von Maribor erreichen, der in der Vergangenheit die korrupten Machenschaften von Kangler unterstützte. Am 11. Jänner sollen dann landesweite Proteste folgen, wobei die meisten Teilnehmer in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana erwartet werden.
Die landesweiten Bürgerproteste, die im November im Maribor begonnen haben, sind der Ausdruck der Unzufriedenheit mit der gesamten politischen Elite in Slowenien. In der letzten Zeit werden die unterschiedlichen Forderungen immer konziser. In einem Entwurf des "Manifests des gesamtslowenischen Bürgeraufstands“, über den zu Jahresanfang über Facebook abgestimmt werden soll, haben fassten die Organisatoren die Hauptforderungen der Proteste zusammen.












