Russland drängt Syrien zum Dialog mit Opposition

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Russland hat die syrische Führung zu Gesprächen mit der Opposition gedrängt. Moskau habe Damaskus aufgefordert, seine "Absichten zum Dialog mit der Opposition zu konkretisieren", sagte der russische Außenminister Lawrow am Freitag auf eine Frage nach Ergebnissen eines Treffens mit einer syrischen Regierungsdelegation am Vortag. Russland ist einer der wenigen verbliebenen Verbündeten Syriens.
Russland habe die syrische Regierung außerdem ermutigt zu bekräftigen, dass sie sich an ein im Juni in Genf ausgehandeltes Abkommen halten werde, das für Syrien einen Dialog beider Konfliktparteien vorsieht. In den vergangenen Tagen verstärkte Moskau indes seine Bemühungen um Gespräche mit Vertretern aller Seiten. Wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti am Freitag berichtete, lud Vize-Außenminister Michail Bogdanow den Chef des wichtigsten syrischen Oppositionsbündnisses, Ahmed Moas al-Khatib, zu Gesprächen über den Konflikt ein.
Am Samstag wird der UN-Syrien-Sondergesandte Brahimi in Moskau erwartet. Zuletzt hatte der algerische Diplomat seinen Friedensplan einer Übergangsregierung in Damaskus Assad vorgestellt.
Russland forderte bisher aber nicht einen Rücktritt Assads. Lawrow bekräftigte diese Haltung Moskaus am Freitag. "Mit allem Respekt für die internationale Gemeinschaft, aber es ist noch immer das syrische Volk, das entscheiden muss", sagte Lawrow nach einem Treffen mit Ägyptens Außenminister Mohammed Amr in Anspielung auf Assads Schicksal.
Die syrische Opposition hat indes eine Einladung Russlands ausgeschlagen und damit internationalen Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts einen Dämpfer versetzt. In einem Interview sagte Ahmed Moaz al-Khatib, Anführer des Oppositions-Dachverbands Nationale Koalition, dass er eine solche Reise ausschließe. Er wolle dagegen eine Entschuldigung Russlands für seine Unterstützung des syrischen Machthabers Assad.
Der blutige Konflikt in Syrien zwischen Regierungstruppen und Aufständischen tobt seit März 2011. Seitdem wurden nach Angaben von Aktivisten bereits mehr als 45.000 Menschen getötet.












