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    Zuletzt aktualisiert: 26.12.2012 um 13:32 Uhr

    Asyl-Camper hielten auch über Weihnachten durch

    Foto © APA

    Das Asyl-Camp in der Wiener Votivkirche hat auch die Weihnachtsfeiertage überdauert. Am Stefanitag befanden sich nach Caritas-Angaben weiter rund 30 Flüchtlinge in dem Gotteshaus, 14 davon im Hungerstreik, einige davon bereits ziemlich geschwächt. Der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau stattete der Kirche am heutigen Mittwoch einen Besuch ab und feierte mit der Gemeinde den Gottesdienst.

    Bereits seit 18. Dezember besetzen die Flüchtlinge die Votivkirche, nachdem sie davor in einem Park vor dem Gotteshaus campiert hatten. Vermittlungsversuche der Caritas blieben bisher erfolglos. Auch ein Treffen mit Vertretern von Innenministerium und Kanzleramt hatte vergangene Woche keinen Durchbruch gebracht.

    Die Fronten sind verhärtet. Weder nahmen die Flüchtlinge ein Angebot des Innenministeriums, in ihre Grundversorgungsquartiere zurückzukehren an noch nächtigten sie in einem extra von der Caritas bereitgestellten Notquartier. Der harte Kern der Flüchtlinge ist seit dem Wochenende im Hungerstreik, ein gutes Dutzend dürfte diesen bis dato durchgehalten haben.

    Ausdrücklich unterstützt werden manche Forderungen der Flüchtlinge von der Caritas, etwa der Wunsch, nicht mehr in abgelegenen und schlecht ausgestatten Unterkünften untergebracht zu werden, Stichwort Kärntner Saualm. Zu den weiteren Anliegen der Flüchtlinge gehören etwa ein Arbeitsmarkt-Zugang für Asylwerber.

    Eine Räumung der Kirche ist nach derzeitigem Stand sehr unwahrscheinlich, könnte die Polizei doch nur auf Antrag des Pfarrers eingreifen, was sichtlich nicht im Sinne der Erzdiözese wäre. Das Camp im Park davor wiederum bleibt stehen, so lange die Wiener Stadtregierung keine Schritte dagegen einleitet. Insofern dürfte auch die heutige FPÖ-Aufforderung, den "Asyl-Erpressern" eine letzte 24-Stunden-Frist zu stellen, ungehört verhallen.

    Caritas-Sprecher Schwertner appellierte am Mittwoch an die Politik, in der Situation kühlen Kopf zu bewahren und verantwortungsbewusst und sensibel vorzugehen. Bundeskanzler Faymann sicherte bei einem gemeinsamen Besuch eines Caritas-Pflegeheims am Christtag Landau zumindest zu, dass die Politik zu weiteren Gesprächen mit Flüchtlingen bereit sei. Der Einladung des Caritas-Direktors, gemeinsam in die Votivkirche zu gehen, folgte der SPÖ-Chef aber zumindest bisher nicht.

    Quelle: APA

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