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    Zuletzt aktualisiert: 24.12.2012 um 14:33 UhrKommentare

    40 Asylwerber in Caritas-Quartier übersiedelt

    Foto © APA

    Die Zahl der Asylwerber in der Wiener Votivkirche hat sich am Montag verringert. Etwa 40 Personen sind aus der Kirche und dem Zeltlager im Park davor in das Caritas-Notquartier übersiedelt, berichtete die Hilfsorganisation. Neben dem bestehenden Lager für Männer richtete die Caritas auch eines für Frauen ein. In der Kirche befinden sich damit nach Angaben der Caritas noch etwa 15 bis 20 Personen.

    Ein Teil der Flüchtlinge war vorige Woche von dem Zeltlager, das sie aus Protest gegen ihre Lebensbedingungen in Traiskirchen errichtet hatten, in die Votivkirche übersiedelt. Nach Angaben der Asylwerber befinden sich 27 von ihnen derzeit im Hungerstreik.

    Das Innenministerium hat am Montagvormittag einen Bus und Lunch-Pakete vor der Kirche bereitgestellt. Jenen 42 Personen, die Anspruch auf Grundversorgung haben, wurde angeboten, sie in ihre Quartiere zurückzubringen. 19 Asylwerbern bot das Ministerium an, sie nach Traiskirchen zurückzubringen, 23 in Quartiere in den Bundesländern. Bis Mittags hat jedoch keiner der Asylwerber dieses Angebot angenommen.

    Die Asylwerber begründeten die Ablehnung dieses Angebotes in einer Aussendung damit, dass sie damit in einer Situation ohne Sicherheit und mit Angst bleiben würden. Sie hoffen auf eine Fortsetzung der Gespräche.

    Das Ministerium reagierte auf diese Forderung zurückhaltend. Bevor man über weitere Gespräche rede, müsse die Vereinbarung vom Runden Tisch vom vergangenen Freitag erfüllt werden, sagte ein Sprecher des Ressorts der APA. Das Innenministerium habe sich an die Vereinbarung gehalten, die Asylwerber hätten sie hingegen ausgeschlagen und seien nicht bereit in die Grundversorgung zurückzukehren.

    Der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau erklärte gegenüber der APA, die Flüchtlinge seien verzweifelt, sie seien "ausgefroren und erschöpft". Landau freute sich aber über eine "breite Solidarität" mit den Aylwerbern, viele Menschen hätten Hilfsgüter und Weihnachtspakete vorbeigebracht. Der Caritas-Direktor appellierte jedoch an die Politik, die Gespräche fortzusetzen.

    Quelle: APA

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