Unklarheit über Hintergründe der Jemen-Entführung
Über die Hintergründe zu der Entführung eines 26-jährigen Österreichers und zweier Finnen vom Freitagnachmittag im Jemen gibt es weiterhin keine genauen Informationen. Das Außenamt in Wien stehe im laufenden Kontakt mit den Behörden in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sowie dem jemenitischen Botschafter in Wien, teilte das Ministerium mit.
Die Nachrichtenagentur AFP hatte unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, dass die Sicherheitsbehörden die Al-Kaida hinter der Tat vermuteten. Demnach habe das Terrornetzwerk vor zehn Tagen gedroht, Ausländer zu entführen, um die Freilassung von inhaftierten Mitgliedern zu erwirken.
Um die österreichischen Bemühungen um eine Freilassung der Geisel zu unterstützen, sei auch der österreichische Botschafter in Sanaa, Gregor Kössler, involviert, teilte das Außenministerium mit. Weiters bestehe intensiver Kontakt mit den finnischen Behörden sowie den Behörden weiterer befreundeter europäischer Staaten, hieß es weiter.
Finnland hat zu Ermittlungen über die Entführung zweier seiner Staatsbürger einen Sondergesandten in den Jemen geschickt. Finnland verfügt im Gegensatz zu Österreich über keine eigene Botschaft im Jemen.
Für den Jemen gilt aufgrund der "unvorhersehbaren Sicherheitslage" von österreichsicher Seite schon seit längerem eine Reisewarnung. Zudem wird allen im Land befindlichen Österreichern "dringend empfohlen", aus dem Land zu reisen. Derzeit befindet sich laut Außenministerium „eine Handvoll“ Österreicher im Jemen.
Laut einem Bericht des finnischen Privatsenders MTV3 war einer der beiden entführten Finnen ebenso wie sein österreichischer Schicksalsgenosse zu einem Sprachkurs in den Jemen gereist. Die dritte gekidnappte Person, eine Finnin, soll nur einen Tag vor der Entführung zu ihrem rund 30-jährigem Ehemann zu Besuch in die jemenitische Hauptstadt angereist sein.
Zu Details wollte sich das Außenministerium gegenüber der APA am Sonntag nicht äußern. Auch zu möglichen ersten Spuren, den Tathergang betreffend, von denen Medien berichtet hatten, hieß es: "Kein Kommentar".












