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Zuletzt aktualisiert: 23.12.2012 um 10:54 UhrKommentare

Stronach fordert Pröll heraus

Das Team Stronach wird bei der Landtagswahl in Niederösterreich am 3. März 2013 antreten. Der Multimilliardär wird neben Karin Prokop und Ernest Gabmann Junior die Liste anführen.

Foto © Reuters

Das Team Stronach wird bei der NÖ Landtagswahl am 3. März 2013 kandidieren. "Ja, wir treten in Niederösterreich an. Ich werde mich als Spitzenkandidat voll engagieren, aber nicht in den Landtag einziehen. Mein großes Ziel bleibt nach wie vor die Bundesebene", bestätigte Parteigründer Frank Stronach in einer Aussendung. "Das ist typisch für den Herrn Stronach - in Kanada residieren, aber in Niederösterreich kandidieren wollen", reagierte Landesgeschäftsführer Gerhard Karner für die mit absoluter Mehrheit regierende ÖVP.

Fix im blau-gelben Team Stronach ist laut der Aussendung Ernst Gabmann jun., der Sohn des langjährigen und gleichnamigen VP-Landeshauptmann-Stellvertreters. Ob Karin Prokop, Tochter der verstorbenen Innenministerin Liese Prokop (V), die zuvor ebenfalls Landes-Vize in Niederösterreich war, antreten wird, stehe noch nicht fest. Vize-Parteichef Robert Lugar: "Es hat zuletzt sehr viele Anfeindungen aus den Reihen der ÖVP gegen Karin gegeben. Wir wollen sie etwas aus der Schusslinie nehmen."

Stronach wolle das Antreten in Niederösterreich "nicht als Kampfansage gegen Erwin Pröll verstanden wissen", hieß es in der Aussendung weiter. "Wir können nur gemeinsam etwas bewegen, wenn wir das Land wieder auf einen guten Kurs bringen wollen. Ich biete Erwin Pröll meine volle Unterstützung in wirtschaftlichen Fragen an. Wenn man sich die ganzen Malversationen in Niederösterreich ansieht, dann sieht man eindeutig, dass hier der dringendste Handlungsbedarf besteht."

"Das lässt tief blicken und in Wahrheit nichts Gutes erwarten. Denn im täglichen Leben ist Stronach nie da, wie er auch selbst sagt und gar nicht in den Landtag will. Und wer nie da ist, ist auch für die NÖ-Bevölkerung nie da", hielt VP-Manager Karner fest. Und: "Die Kandidatur des Herrn Stronach entspringt einem tiefen Wunsch der SPÖ-Führung, die über unterschiedlichste Kanäle interveniert hat, um ihn zur Kandidatur zu bewegen."

Quelle: APA

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