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    Zuletzt aktualisiert: 22.12.2012 um 15:59 UhrKommentare

    Fünf Tote nach Bombenanschlag in Syrien

    Foto © APA

    Bei einem Autobombenanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Samstag nach Angaben von Aktivisten fünf Menschen getötet worden. Dutzende Menschen seien durch die Explosion im nordöstlichen Stadtteil Kabun verletzt worden. Zuvor meldete der Iran, Palästinenser in einem von Rebellen gehaltenen Gebiet in Syrien mit Hilfsgütern versorgen zu wollen.

    In den kommenden Tagen werde die Islamische Republik Lebensmittel, Decken und Medikamente in das Flüchtlingslager Jarmuk liefern, sagte Irans Botschafter in Syrien, Sheibani, am Samstag. Die Rebellen hatten das Lager in dem gleichnamigen Bezirk unweit vom Zentrum der Hauptstadt Damaskus nach heftigen Kämpfen eingenommen. Nach eigenen Angaben haben sie es am Donnerstag an diejenigen Palästinenser in Syrien übergeben, die sich dem seit 21 Monaten anhaltenden Kampf gegen Präsident Assad angeschlossen haben.

    Tausende Bewohner von Jarmuk sind wegen der Kämpfe um das Lager geflohen. Insgesamt leben in Syrien etwa eine halbe Million Palästinenser und deren Nachkommen. Während viele zu Assad stehen, haben sich zahlreiche Palästinenser den Aufständischen angeschlossen, die seit 21 Monaten versuchen, den Staatschef zu stürzen.

    Unterdessen verkündeten Islamisten in einem Internetvideo die Bildung einer Islamistenfront, deren Ziel nach Assads Sturz der Gottesstaat sei. Die im November von zahlreichen Oppositionsgruppen gegründete "Nationale Koalition" erkennen sie - anders als die internationale Staatengemeinschaft - nicht als legitime Vertreterin des syrischen Volkes an.

    Zudem habe die syrische Armee nach Darstellung Teherans keine iranische militärische Ausbildungshilfe nötig. "Syrien hat eine starke Armee und braucht keine militärische Ausbildung seitens des Irans", sagte Verteidigungsminister Vahidi. Der Minister wies Berichte diesbezüglich als grundlos zurück.

    Zum Schutz gegen mögliche Angriffe aus Syrien sollen "Patriot"-Raketen in drei türkische Provinzen verlegt werden, sagte Regierungschef Erdogan am Samstag. Der russische Außenminister Lawrow gab an, die syrische Regierung habe die Kontrolle über die Chemiewaffen im Land. Die Führung tue alles, um die Waffen zu sichern. Auch die USA hätten zugestanden, dass Chemiewaffen in Händen der Regierungsgegner die größte Gefahr in Syrien seien, sagte Lawrow.

    Quelle: APA

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