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    Zuletzt aktualisiert: 18.12.2012 um 15:02 UhrKommentare

    Mensdorff: "Ich war mehr wert"

    Bestechung dürfte beim Rüstungs-Konzern BAE Systems Thema gewesen sein, der in Österreich wegen Geldwäsche angeklagte "Berater" Mensdorff-Pouilly will damit aber nichts zu tun gehabt haben. Er selbst ist sich jedenfalls sicher: "Ich war mehr wert als ich bezahlt bekommen habe".

    Foto © APA

    Mit Einblicken in die Struktur seiner Beraterfirma MPA ist am Dienstag die Einvernahme von Alfons Mensdorff-Pouilly in seinem Geldwäsche-Prozess fortgesetzt worden.

    "Ich war mehr wert"

    Dass Mark Cliff - ein Steuer- und Finanzberater, der für Timothy Landon als Vermögensberater tätig war - über "Drittgelder" im Zuge der Rüstungsgeschäfte in Ungarn, Tschechien und Österreich gesprochen hat, will Mensdorff erst im Nachhinein erfahren haben. Das könne er nicht nachvollziehen. Das sei von Cliff später "erfunden" worden. Mensdorff sagte zudem, dass er von BAE eigentlich zu wenig bezahlt bekommen habe. "Ich war mehr wert als ich bezahlt bekommen habe". Auf diesen Umstand sei er beim Aktenstudium im Zuge des Prozesses gestoßen.

    Bestechung dürfte beim britischen Rüstungskonzern BAE Systems durchaus Thema gewesen sein, der in Österreich wegen Geldwäsche angeklagte BAE-"Berater" will damit aber nichts zu tun gehabt haben. "Ich stehe nicht an zu sagen, dass über Bestechung gesprochen wurde", sagte der "Graf" bei seiner Einvernahme vor Gericht am Dienstag. "Bestechungen in diesem Bereich sind leicht zu verkaufen, weil es das immer gegeben hat. Ich habe aber immer gesagt, das brauchen wir nicht", so Mensdorff.

    Die heutige Befragung des Angeklagten war zunächst der Struktur seiner Beraterfirma MPA gewidmet. Die MPA weist Sitze in Wien, Prag und Budapest auf. Zusätzlich zu seinen Berater-Honoraren erhielt Mensdorff von BAE System über die auf den britischen Jungferninseln etablierte Foxbury International SA nicht unbeträchtliche Gelder. Die Beträge kamen von der 1998 ebenfalls auf den Jungferninseln gegründeten Red Diamond Trading Limited, über die der Rüstungskonzern laut Staatsanwaltschaft Wien Schmiergeldzahlungen abgewickelt haben soll.

    Thema Treuhandschaft

    Über die Beraterverträge hat Mensdorff von BAE Systems im Lauf der Jahre insgesamt einen "höheren sechsstelligen Betrag" lukriert, bestätigte der Angeklagte Berechnungen von Staatsanwalt Michael Radaszticz. Die Millionen, die er im Zeitraum 2000 bis 2008 von BAE bekommen haben soll und wegen denen er angeklagt ist, seien "Spielgeld" seines Mentor bei BAE Systems, Timothy Landon, gewesen. Dieser habe in zahlreiche Projekte investiert. Er selbst sei nur "Treuhänder" gewesen, so Mensdorff. "Ich habe diese Treuhandschaft bis zum Schluss so betrieben, dass es nach außen nie sein eigenes Geld ist. Viele andere könnten geglaubt haben, dass es meines ist. Das war Sinn und Zweck der ganzen Geschichte".

    Dass ihn BAE überhaupt als Berater engagiert hat, obwohl er keine Qualifikationen dafür gehabt habe, hatte Mensdorff am ersten Prozesstag damit begründet, dass man mit Gespür und wenn man "nicht ganz deppert ist", gute Arbeit leisten könne. Um die Firmenkonstruktionen rund um BAE und Landon zu verstehen, sei er aber zu "blöd" gewesen, sagte der "Graf" heute.

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