Demonstranten fordern Rücktritt des Gemeinderats
In Maribor haben am Freitag wieder Tausende Menschen demonstriert. Sie forderten, dass der umstrittene Bürgermeister Franc Kangler früher als angekündigt zurücktritt und eine Auflösung des Gemeinderats.

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In Sloweniens zweitgrößter Stadt Maribor sind am Freitag wieder Tausende Menschen aus Protest gegen die lokale Politik auf die Straße gegangen. Nach der Rücktrittsankündigung des umstrittenen Bürgermeister Franc Kangler forderten die Marburger auch die Auflösung des Gemeinderates, der in der Vergangenheit die korrupten Machenschaften des Bürgermeisters unterstützt habe.
Bei dem "Bürgeraufstand", der unter dem Motto "Braten wir den Kraken" verlief, haben sich laut Medienberichten 3.000 und 5.000 Menschen versammelt. Sie stellten Gemeinderat und Bürgermeister ein Ultimatum: Diese hätten bis zum 20. Dezember bis 15.00 Uhr Zeit, zurückzutreten. Kangler hat vergangene Woche angekündigt, dass er am 31. Dezember sein Amt niederlegen werde.
Im Gegensatz zu vorherigen Protesten verlief die Demonstration diesmal ruhig. Die Protestierenden versammelten sich schon traditionell am zentralen "Freiheitsplatz" und zogen später durch die Innenstadt. Die Menschenmenge machte unter anderen einen Halt vor dem Gefängnis, wo sie die Freilassung von mehr als zwei Dutzend jungen Männer forderte, die nach gewalttätigen Ausschreitungen bei Protesten vor zehn Tagen in U-Haft sitzen. Der Protest endete mit dem Gesang eines Frauenchors vor der Universität, wie die Medien berichten.
Kleinere Proteste gegen die politische Elite gab es auch in anderen Städten. Etwa 250 Menschen versammelten sich in der nordöstlichen Stadt Murska Sobota, erstmals gingen auch rund 40 Menschen in der nahegelegenen Stadt Lendava auf die Straße. Demos mit jeweils 50 Teilnehmern gab es auch in Trebnje im Südosten des Landes sowie in nordwestlichen Kranj.












