Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 30. September 2014 13:50 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Organisatoren wollen Proteste in Hongkong ausweiten Heinisch-Hosek: "Nicht nur Turboschübe" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Organisatoren wollen Proteste in Hongkong ausweiten Heinisch-Hosek: "Nicht nur Turboschübe"
    Zuletzt aktualisiert: 03.12.2012 um 20:33 UhrKommentare

    Slowenien: Zerrissenes Land

    Einen Tag nach der Präsidentenwahl wurde am Montagabend in Slowenien erneut gegen die politische Führung demonstriert. Was ist los mit dem einstigen Euro-Musterland?

    Die Proteste in Slowenien gehen unvermindert weiter

    Foto © FuchsDie Proteste in Slowenien gehen unvermindert weiter

    Slowenien war im Selbstbild der meisten seiner Bürger ein kleiner, freundlicher Sozialstaat. Doch nun, da die Krise das Land im Würgegriff hält und die Korruption offen zutage tritt, ist Feuer am Dach. Die ersten Demonstrationen gingen weniger aus Protest gegen die radikale Sparpolitik der Regierung los, sondern weil der Marburger Bürgermeister Franc Kangler Radargeräte aufstellen ließ, die die Strafen zugunsten einer privaten Firma regnen ließen. Kangler, gegen den wegen Untreue ermittelt wird, ist nur ein kleiner Fisch. Unter Korruptionsverdacht stehen auch Zoran Jankovic, Bürgermeister von Laibach und der konservative Premier Janez Jansa.

    Als Slowenien 1991 unabhängig wurde, kam niemand auf die Idee, dass radikale Veränderungen anstünden. Verwaltet wurden das Land von demselben kleinen Kreis von "Techno-Managern", der schon zu jugoslawischer Zeit an der Macht war.

    Die Bürgerliche sah durch die Finger. Es erschien ihr ungerecht, wie die Kinder der Kommunisten vom Wandel profitierten. Zu ihrem Sprecher wurde ein Mann, der selbst aus dem KP-Milieu stammt: Janez Jansa.

    Alle seine Wahlkämpfe umwehte stets ein düsterer Qualm aus Abrechnung, Schicksal und Durchbruch der "historischen Wahrheit". Obwohl seine Partei bei der letzten Wahl Stimmen verlor, geht der Premier aufs Ganze. will das Land umbauen.

    Doch ihre ideologische Einigelung hat die Rechte in eine Selbstgerechtigkeit geführt, die sie ebenso korrumpierte wie die Linke. Bitter nötige Reformen unterließen beide Lager was sich nun rächt. Um Hilfen der EU wird Slowenien nicht herumkommen, mit 6,5 Milliarden Euro fauler Kredit stellt nicht nur der Bankensektor eine Bedrohung dar, sondern auch die Rezession. Dass ihre politische Kaste den Karren an die Wand fuhr, wurde den traditionell an Politik nicht übermäßig interessiert erst klar, als plötzlich kein Geld mehr da war. Entsprechend groß ist jetzt Ihr Zorn.

    NORBERT MAPPES-NIEDIEK, MARIJANA MILJKOVIC

    Mehr Politik

    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      US-Militär: Keine Hinweise auf zivile Opfer

      Oppositionsvertreter meint aber, in Syrien seien Zivilisten bei Angriff...Noch nicht bewertet

       

      Politik im Bild

      Franz Voves tritt als SPÖ-Spitzenmann an 

      Franz Voves tritt als SPÖ-Spitzenmann an

       

      100 Jahre Erster Weltkrieg

      Eine Reise an Orte, die bis heute vom Krieg gezeichnet sind. Elf illustrierte Reportagen auf 285 Seiten. Das neue Buch der Kleinen Zeitung ist ab sofort im Online-Shop erhältlich.

       


      Steirische Strukturreform

      APA

      Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.

      Griechenland in der Krise



      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!