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    Zuletzt aktualisiert: 03.12.2012 um 13:19 UhrKommentare

    Nun kommt PISA für Erwachsene

    Gleich wie bei Schülern soll nun auch das Wissen der Erwachsenen innerhalb der OECD abgetestet werden. Die OECD plant eine Studie, bei der die Kompetenzen der Bevölkerung und der Zugang zu Weiterbildung getestet werden soll.

    Auch der Bildungsstandard von Erwachsenen soll getestet werden

    Foto © APAAuch der Bildungsstandard von Erwachsenen soll getestet werden

    Am 2. Oktober 2013 erblickt eine neue OECD-Bildungsstudie das Licht der Welt: Das Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) testet zur Abwechslung aber nicht Schülerleistungen, sondern die Kompetenzen Erwachsener. Die deshalb auch als "Erwachsenen-PISA" bezeichnete Erhebung ist ein wichtiger Bestandteil der OECD-Kompetenzstrategie ("Skills Strategy"), die am Montag vom stellvertretenden Direktor des Bildungsdirektorats der OECD und "Erfinder" der PISA-Studie, Andreas Schleicher, mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) präsentiert wurde.

    Die Strategie befasst sich mit der Entwicklung, Aktivierung und effektiven Nutzung von Kompetenzen und damit neben der Aus- vor allem mit der Weiterbildung. Österreich steht dabei im Moment recht gut da. Zwar sind die (Schüler)-PISA-Ergebnisse im OECD-Schnitt unterdurchschnittlich, dafür punktet man hierzulande mit vergleichsweise niedriger (Jugend-)Arbeitslosigkeit, hoher Weiterbildungsbeteiligung und Frauenbeschäftigungsquote sowie der "vorbildlichen" Einbeziehung der Sozialpartner. Unterdurchschnittlich schneidet Österreich dagegen etwa bei der Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer ab.

    Generell wolle man mit der Kompetenzstrategie auch den starken Fokus auf das Thema Schule weiterentwickeln. "Es geht nicht nur um Schule", so Schleicher. "Wir sind recht gut darin, junge Menschen auszubilden, aber nicht darin, deren Kompetenzen weiterzuentwickeln bzw. zu verbessern. Das gilt OECD-weit."

    Was braucht der Arbeitsmarkt?

    Es stelle sich auch die Frage, welche Kompetenzen in Zukunft am Arbeitsmarkt gebraucht würden, so Schleicher. So zeige sich etwa, dass kognitives Routinewissen - "also das, was man leicht unterrichten und testen kann" - an Wert verliere. Demzufolge würden analytische Fähigkeiten immer stärker nachgefragt. "Das müssen die Bildungssysteme künftig auch widerspiegeln."

    Bei den öffentlichen Investitionen in Bildung ist Österreich laut Schleicher in den vergangenen Jahren "sehr gut gefahren". An den Hochschulen müsse man aber darüber nachdenken, wer für die entstehenden Kosten in welcher Form aufkomme. Im OECD-Rahmen werde hier eine stärkere private Beteiligung sowohl im Hochschul- als auch im Erwachsenenbildungsbereich erwogen. Die Frage sei hier vor allem, wie entsprechende Sicherungssysteme wie Stipendien aufgestellt seien. "Langfristig stellt sich für die meisten Bildungssysteme die Frage, wie man Erträge und Investitionen in Einklang bringt."

    Kompetenzen nutzen

    Ungelöst sei nach wie vor die Frage der effektiven Nutzung von Kompetenzen: In Österreich würden im Vergleich die Arbeitgeber das Potenzial ihrer Beschäftigen optimal nutzen. Allerdings gebe es lokal nach wie vor Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt.

    Für Schmied zeigt sich durch die Kompetenzstrategie die Notwendigkeit, Bildungspolitik mit anderen Themenfeldern wie etwa dem Arbeitsmarkt zu verbinden. Außerdem müssten Reformmaßnahmen vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung gleichzeitig gesetzt werden. Sonst warte man über Generationen auf Ergebnisse.


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