Viertel Regimetreuer in Damaskus angegriffen
Nach 20-monatigem Konflikt sind in Syrien auch die Nobelviertel von Damaskus vor Angriffen nicht mehr sicher. Am Sonntag meldeten Aktivisten Explosionen im regimetreuen Alawiten-Stadtteil Al-Messe. In der Nähe ist auch der Präsidentenpalast von Machthaber Assad. Die Oppositionellen und die Nachrichtenagentur Sana berichteten, dass der Bezirk mit Artilleriegeschossen angegriffen worden sei.
Landesweit gingen die Kämpfe weiter. An der syrisch-israelischen Grenze reagierte die israelische Armee in der Nacht auf Sonntag erneut mit Artilleriebeschuss auf Angriffe aus Syrien. Ein Armeesprecher sagte, israelische Soldaten auf den Golanhöhen seien beschossen worden. Es sei unklar, ob das Feuer aus Syrien beabsichtigt oder versehentlich war
Vermutlich wurden einige syrische Soldaten von den Israelis getötet. Berichte arabischer Medien deuteten darauf hin, dass syrische Soldaten umgekommen seien, teilte die israelische Armee am Sonntag mit. Israel legte bei den Vereinten Nationen wegen des Zwischenfalls eine Beschwerde ein. Die UNO hat Friedenstruppen in der Region stationiert. Darunter sind auch österreichische Blauhelme.
Ein Sprecher der syrischen Menschenrechtsbeobachter in London sagte, dass es vor und nach dem israelischen Beschuss Kämpfe zwischen Rebellen und syrischen Regierungstruppen gegeben habe. Allein am Samstag kamen im Syrien-Konflikt mehr als 160 Menschen ums Leben.
Syriens neu gegründetes Oppositionsbündnis hat für den Fall einer Regierungsübernahme zugesichert, alle ethnischen und religiösen Gruppen einzubeziehen. Einer neuen Regierung in Damaskus sollten demnach auch Christen und Alawiten angehören, sagte Frankreichs Staatschef Hollande am Samstag nach einem Treffen mit dem Chef des syrischen Oppositionsbündnisses, Ahmed Moaz al-Khatib, in Paris.












