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Zuletzt aktualisiert: 30.10.2012 um 17:09 UhrKommentare

Abschied: Westenthaler geht nicht zu Stronach

Peter Westenthaler (BZÖ) wird nach der Nationalratswahl nicht mehr in der Politik bleiben und schließt einen Wechsel zur Stronach-Partei aus. Der Berufspolitiker zeigt sich von der "Ohnmacht der Politik" enttäuscht.

Peter Westenthaler (BZÖ)

Foto © APPeter Westenthaler (BZÖ)

BZÖ-Mandatar Peter Westenthaler (44) kehrt der Politik nach der nächsten Nationalratswahl den Rücken. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "News". „Manchmal hast du körperliche Schmerzen, wenn du im Parlament sitzt und diese Ohnmacht verspürst. Weil sich nix ändert. Darum verabschiede ich mich aus der Politik", sagte der langjährige Mandatar gegenüber dem Magazin.

Grundstück in der Südsteiermark

Westenthaler will in die Privatwirtschaft. Über seinen Abgang war schon länger spekuliert worden. BZÖ-Obmann Josef Bucher hatte bereits im Sommer erklärt, Westenthaler werde selbst entscheiden, ob er bei der Nationalratswahl antritt. Er habe von seinem Parteikollegen aber "auch andere berufliche Pläne" vernommen, so Bucher damals. Westenthaler erklärte gegenüber "News", nach der nächsten Nationalratswahl wolle er sich aus der aktiven Politik völlig verabschieden. Als Alternative könnte die Immobilienbranche dienen, er hat vor zweieinhalb Jahren die Immobilienberaterprüfung gemacht. Das Leben biete aber "einiges": "Vielleicht mache ich daher auch etwas ganz anderes. Etwa eine Weinlandwirtschaft." Das entsprechende Stück Land habe er in der Südsteiermark bereits erworben.

Frank Stronach sei er zwar "sehr freundschaftlich verbunden", aber er wechsle nicht zu der Partei des Milliardärs. "Ich war selbst BZÖ-Obmann, und da begeht man keine Fahnenflucht", so Westenthaler. Sein Comeback in der Politik 2006 nach seinem privatwirtschaftlichen Ausflug in den Magna-Konzern von Stronach bereut er mittlerweile manchmal: "(...) ich hab mir das damals nicht sehr gut überlegt", sagte der damalige Spitzenkandidat des orangen Bündnisses bei der Nationalratswahl 2006 - das BZÖ schaffte damals mit 4,11 Prozent der Stimmen gerade noch den Einzug in den Nationalrat.

Quelle: APA

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