Rechnungshof nimmt Stadion unter die Lupe
Die endgültigen Kosten für das Klagenfurter Stadion stehen immer noch nicht fest. Die Verwendung von Steuergeld dafür prüft nun der Rechnungshof.

Foto © KLZ/Weichselbraun
50, 60 Millionen Euro oder noch mehr? Wie viel das Klagenfurter Fußballstadion bisher genau gekostet hat, kann niemand sagen. Denn die Arena ist - auch fünf Jahre nach ihrer offiziellen Eröffnung und vier Jahre nach der Fußball-Europameisterschaft - immer noch eine Baustelle.
Daher gibt es keine endgültigen Rechnungen. Die Fertigstellung bzw. der Ausbau auf 30.000 Sitzplätze hat erst vor wenigen Wochen begonnen. "Die Arbeiten sind im Zeitplan", sagt Bürgermeister Christian Scheider (FPK). "Im Herbst 2013 ist das Stadion fertig und für Fußballspiele, Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt werden."
Bund oder Land
Schon früher wird feststehen, wer sich die korrekte Verwendung von Steuergeld für das Stadion ansehen wird. "Bis Jahresende wird entschieden, ob der Rechnungshof oder Landesrechnungshof Kärnten, prüfen wird", sagt Doris Grabherr, Sprecherin des Rechnungshofes. Dass es eine Prüfung geben wird, ist fix. Dem Vernehmen nach soll das Interesse in Wien groß sein, sich die "Causa EM-Stadion Klagenfurt" ansehen zu wollen. Scheider sieht einer solchen Prüfung gelassen entgegen. "Das Stadion ist eines der am besten geprüften Projekte, da gibt's nichts."
Bei der zweiten Stadionbaustelle, der Anrainer-Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH), rechnet Scheider nicht mit einer "bösen Überraschung", wie etwa der Rücknahme der Widmung. "Unsere Juristen haben versichert, dass es da keine Probleme geben wird", sagt Scheider. Die VfGH-Entscheidung wird für Anfang 2013 erwartet.













