Bosnischer Serbenführer sagt Clinton und Ashton ab

Foto © APA
Wenige Tage vor dem Besuch der US-Außenministerin Clinton und der EU-Außenbeauftragten Ashton in Bosnien-Herzegowina hat der wichtigste serbische Politiker beiden Gästen eine Absage erteilt. Die EU und die USA hätten schon in der Vergangenheit versucht, die Verfassung des Landes "mit Gewalt" zu ändern, sagte der Präsident der serbischen Landeshälfte, Milorad Dodik, am Sonntag in Belgrad.
Alle Bemühungen Brüssels und Washingtons, die politischen Entscheidungen auf Bundesebene zu zentralisieren, seien demnach abzulehnen. Clinton und Ashton kommen an diesem Dienstag zu einem Kurzbesuch nach Sarajevo, um dem seit Jahren in Selbstblockade lebenden Bosnien einen neuen Anschub zu geben. Beide Politikerinnen befürworten, die Bundesebene auf Kosten der beiden Landeshälften zu stärken. Die haben sich bisher nach Kräften gegenseitig behindert.
"Bosnien zeigt schon Jahre und Jahrzehnte seine Unfähigkeit zu funktionieren", behauptete dagegen Dodik. Er hatte in den letzten Jahren immer wieder mit der Abspaltung der serbischen Landeshälfte vom zweiten Landesteil gedroht. Dieser wird von Muslimen und Kroaten kontrolliert.












