Familie von Chinas Premier Wen dementiert Reichtum

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Die Familie des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao hat einen US-Medienbericht über die heimliche Anhäufung eines Milliardenvermögens zurückgewiesen. Dieses Vermögen existiere nicht, teilten die Anwälte der Familie in mehreren Hongkonger Medien am Samstag mit. Wen habe sich immer rechtmäßig verhalten und sei in keine geschäftlichen Beziehungen verwickelt, hieß es.
Die Anwälte Bai Tao und Wang Weidong erklärten in der Hongkonger "South China Morning Post", dass die "sogenannten 'verborgenen Reichtümer' von Familienangehörigen Wen Jiabaos aus dem Bericht der New York Times nicht existieren". Der Zeitung wurden zudem mögliche rechtliche Schritte angedroht.
Die "New York Times" hatte am Freitag berichtet, dass Wens Familie ein Vermögen von umgerechnet mindestens 2,7 Milliarden Dollar (2,07 Mrd. Euro) besitze. Der größte Teil davon sei seit Wens Ernennung zum Vize-Premier 1998 zusammengetragen worden, schrieb das Blatt unter Berufung auf Unterlagen von Unternehmen und des Staates. Er wurde 2003 Ministerpräsident.
Als Beispiel für das Vermögen der Familie nannte die Zeitung einen Anteil an dem Versicherer Ping An Insurance, der Wens 90-jähriger Mutter gehöre. Den letzten verfügbaren Angaben von 2007 zufolge hatte er einen Wert von 120 Millionen Dollar.
Im von der Kommunistischen Partei beherrschten China werden Einzelheiten aus dem Leben der Führungsspitze wie Staatsgeheimnisse behandelt. Die finanzielle Situation der Politiker wird unter Verschluss gehalten. Für einen großen politischen Skandal sorgte kürzlich, dass der hochrangige Parteivertreter Bo Xilai unter anderem der Korruption und Bestechung beschuldigt wird. Bo wurde aus der Partei ausgeschlossen, verlor am Freitag seinen Parlamentssitz und dürfte vor Gericht gestellt werden.












