SPÖ sieht Volkspartei als "Schützerin der Superreichen"
Die SPÖ reagiert gelassen auf die Wirtschaftsrede von Vizekanzler Michael Spindelegger (V).
Es habe sich ja um eine Parteiveranstaltung gehandelt und deswegen könne man "nicht alles so ernst nehmen", meinte Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas auf Anfrage der APA. Gleichzeitig tadelte sie aber die ÖVP, sich weiterhin als "Schützerin der Superreichen" zu präsentieren.
Was Spindelegger an Inhaltlichem präsentiert hat, war für die Bundesgeschäftsführerin "alter Wein in neuen Schläuchen, wenn überhaupt". Denn dass die ÖVP die Superreichen in Schutz nehme, wundere einen nicht mehr.
Die Volkspartei informierte sie, dass Gerechtigkeit aus SPÖ-Sicht etwas anderes sei, als was die ÖVP darunter verstehe - nämlich den Faktor Arbeit zu entlasten und hohe Vermögen steuerlich stärker heranzuziehen. Wenn die Volkspartei immer von Leistung spreche, dann müsse man schon anmerken, dass Erben eben keine Leistung sei. Und dass jene, die es sich leisten könnten, mehr leisten sollten, sei ohnehin eine Frage der Gerechtigkeit.
Die neuerliche Absage Spindeleggers an eine Gesamtschule, erbost die SPÖ ein wenig. Eine elitäres Schulwesen und ein fairer sozialer Fortschritt schlössen sich nämlich aus. Die Frage sei, wofür die ÖVP überhaupt Expertenpapiere, dass eine frühe Selektion der Kinder unvernünftig sei, brauche, wenn sie diese ohnehin nicht ernst nehme.












