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Zuletzt aktualisiert: 21.10.2012 um 22:29 UhrKommentare

Fidel Castro zeigte sich wieder in der Öffentlichkeit

Der frühere venezolanische Vize-Präsident Elías Jaua präsentierte am Sonntag in Havanna nach einem Treffen mit dem 86-Jährigen am Tag zuvor ein Foto. Zuvor hatte es wilde Gerüchte über ein Ableben von Kubas Ex-Staatschef gegeben.

Foto ©

Über Monate mied Kubas Ex-Staatschef Fidel Castro (86) die Öffentlichkeit. Das ließ Spekulationen hochkochen. Als ein Arzt aus der Ferne eine "massive Embolie" diagnostiziert, kommt aus Havanna ein Dementi - in Form eines Fotos.

Castro mit Strohhut

Castro hat sich inmitten von Krankheitsgerüchten in der Öffentlichkeit gezeigt. Das zumindest soll ein Foto belegen, das Venezuelas früherer Vize-Präsident Elías Jaua am Sonntag in Havanna nach einem Treffen mit Castro am Tag zuvor präsentierte. Auf dem Bild ist Fidel Castro mit Jaua und anderen Personen in einem Fahrzeug zu sehen. Castro trägt dabei einen Strohhut und lächelt leicht in die Kamera. Fernsehaufnahmen waren von dem Treffen zunächst nicht im Umlauf.

Der betagte Revolutionsführer soll Jaua zudem selbst am Samstag ins Hotel Nacional in Havanna begleitet haben, wie Hotelangestellte berichteten. In den vergangenen Tagen waren wieder einmal Gerüchte über den Gesundheitszustand Castros im Umlauf gewesen. Vor allem im sozialen Netzwerk Twitter sorgten Interview-Äußerungen des venezolanischen Arztes José Rafael Marquina für Gesprächsstoff. Der aus Venezuela emigrierte Mediziner hatte am Donnerstag der Zeitung ABC in Spanien gesagt, Fidel Castro habe eine "massive Embolie" in einer Arterie der rechten Gehirnhälfte erlitten.

Gerücheküche brodelt

Staatliche Medien in Venezuela bezeichneten den Mediziner als "Scharlatan". Er habe auch falsche Prognosen über den Gesundheitszustand von Staatschef Hugo Chávez gemacht. Castros Sohn Alex hatte die Gerüchte über seinen Vater dementiert: "El comandante ist wohlauf und macht seine alltäglichen Dinge". Befeuert wurden die Spekulationen dadurch, dass Castro seit März nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen wurde. Damals war er mit Papst Benedikt XVI. auf Kuba zusammengetroffen.

Seit Juni erschien auch keine neue Ausgabe seiner Kolumne "Reflexiones de Fidel" mehr. Auch hatte man eine Reaktion Castros auf den Erfolg seines "Ziehsohnes" Chávez bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober in Venezuela vermisst.


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