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Zuletzt aktualisiert: 20.10.2012 um 02:54 UhrKommentare

"Barbarisch": Terroranschlag scharf verurteilt

Der UNO-Sicherheitsrat sprach in einer einstimmigen Erklärung von einer "abscheulichen Tat". Auch die USA verurteilten den Anschlag, bei dem durch eine Autobombe 8 Menschen ums Leben kamen, aufs Schärfste.

Foto © Reuters

Die USA und die UNO haben einen Bombenanschlag in der libanesischen Haupstadt Beirut mit mindestens acht Todesopfern als "abscheuliche Attacke" scharf verurteilt. Unter den Toten war General Wissam al-Hassan, ein hochrangiger Funktionär des libanesischen Geheimdienstes, dem dieser Anschlag vermutlich galt. Er hatte nach Angaben aus Geheimdienstkreisen in den vergangenen Tagen mehrfach Morddrohungen erhalten. Al-Hassan stand der oppositionellen, anti-syrischen Zukunftsbewegung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri nahe, der schon 2005 bei einem Anschlag ums Leben gekommen war.

"Es gibt keine Rechtfertigung dafür, einen Mordanschlag als politisches Werkzeug zu nutzen", sagte Tommy Vietor, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in Washington. Die USA würde der libanesischen Regierung zur Seite stehen, während sie die Verantwortlichen für die "barbarische" Tat mit acht Toten zu Verantwortung zöge. Vietor betonte, dass die Sicherheit des Landes sehr bedeutend für die Stabilität in der Region sei.

Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte den Anschlag. Das Attentat müsste gründlich aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, forderte Ban am Freitag in New York in einer Mitteilung. Er rief alle Beteiligten im Libanon auf, sich von dem "abscheulichen Terrorakt" nicht provozieren zu lassen.

Stabilität wahren

Der UNO-Sicherheitsrat sprach in einer einstimmig von allen 15 Mitgliedern des Rates verabschiedeten Erklärung von einer "abscheulichen Tat". Die Bevölkerung des Libanon solle sich nicht darin beirren lassen, die Einheit des Landes und die Stabilität zu wahren.

Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, 78 Menschen seien durch die Explosion der Autobombe auf dem Sassine-Platz im Christen-Viertel Ashrafijeh verletzt worden.

Libanons Ministerpräsident Najib Mikati berief den Sicherheitsrat des Landes ein und ordnete für diesen Samstag einen Tag der Trauer an. Al-Hassan war schon Sicherheitschef unter Rafik Hariri, der 2005 bei einem Autobombenanschlag getötet wurde.

Noch bevor der Tod von Al-Hassan bekannt wurde, suchten viele Libanesen die Schuldigen in Damaskus, da sich die Explosion nur wenige Meter entfernt von einem Büro der oppositionellen Bewegung 14. März ereignete. Die Parteien der Bewegung 14. März sind Gegner der Regierungskoalition, die von der mit Syrien verbündeten Schiiten-Partei Hisbollah dominiert wird.

Die syrische Regierung wies jede Verantwortung von sich. Schon wenige Minuten nach dem Anschlag im Nachbarland verurteilte Informationsminister Omran al-Soabi den Anschlag als "feigen Akt des Terrorismus".

Der Libanon war zwischen 2004 und 2008 von einer Serie von Sprengstoffanschlägen erschüttert worden. Schon damals kam der Verdacht auf, das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad könnte an der Planung der Attentate beteiligt gewesen sein.


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