Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
23. Mai 2013 03:50 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Nationalrat beschließt Finanzrahmen bis 2017 Massive Auswanderung aus Ungarn Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Nationalrat beschließt Finanzrahmen bis 2017 Massive Auswanderung aus Ungarn
Zuletzt aktualisiert: 17.10.2012 um 22:07 UhrKommentare

Neue Beweise für Mord an Gaddafi

Kurz vor dem ersten Todestag von Libyens Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi hat Human Rights Watch neue Beweise dafür vorgelegt, dass er nach seiner Festnahme in Sirte von Rebellen ermordet wurde.

Gaddafi starb im Oktober 2011

Foto © APGaddafi starb im Oktober 2011

Die Menschenrechtsorganisation dokumentiert in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht "Tod eines Diktators: Blutige Rache in Sirte" zudem ein Massaker an mindestens 66 Mitgliedern des Konvois, in dem Gaddafi am 20. Oktober 2011 nach einem NATO-Luftangriff in seiner Heimatstadt gefasst worden war.

"Die Ergebnisse unserer Untersuchung werfen Fragen zu der Darstellung der Behörden auf, wonach Muammar al-Gaddafi in einem Schusswechsel und nicht nach seiner Festnahme getötet wurde", erklärte Peter Bouckaert von HRW. Die Organisation wirft den Aufständischen vor, zahlreiche Anhänger Gaddafis entwaffnet, geschlagen und schließlich nahe des Hotels Mahari erschossen zu haben. Einige hätten die Hände hinter dem Rücken gefesselt gehabt.

Aufnahmen von Gaddafi

Ein AFP-Reporter hatte im Oktober ebenfalls Beweise gefunden, dass auf dem Gelände des Hotels 65 bis 70 Menschen teils mit Kopfschüssen getötet worden waren. HRW beruft sich in dem Bericht auf Aussagen von Rebellen und Überlebenden des Massakers sowie auf Aufnahmen von Handykameras. Zudem glichen sie Fotos aus Leichenschauhäusern mit Videoaufnahmen von gefangenen Anhängern Gaddafis ab. Diese zeigen, dass mindestens 17 Gefangene später getötet wurden.

HRW fand außerdem Aufnahmen, auf denen Gaddafi nach seiner Gefangennahme zunächst lebend mit einer blutenden Wunde am Kopf zu sehen ist. Zudem schien er durch ein Bajonett am Gesäß verletzt worden zu sein. Als er später halb nackt in einen Krankenwagen gebracht wurde, erschien er dagegen leblos. Zu seinem Sohn Mutassim fand HRW Aufnahmen, auf denen er nach seiner Festnahme rauchend in einem Streit mit Rebellen in Misrata zu sehen ist. Wenige Stunden später sei jedoch seine Leiche mit einer neuen Wunde am Hals gefunden worden.

Nach Angaben von HRW wurden die Beweise kurz nach den Morden an die Behörden übergeben mit der Forderung, eine vollständige und unabhängige Untersuchung einzuleiten. Bei den Verbrechen handle es sich um Kriegsverbrechen, betonte HRW. Anlässlich des Jahrestags mahnte Bouckaert erneut eine Untersuchung an. "Diese Massenhinrichtungen vom 20. Oktober 2011 sind die schwersten Verbrechen der Oppositionskräfte" in dem achtmonatigen Konflikt, erklärte Bouckaert.


KLEINE.tv

Sulm-Kraftwerk: Ein Hauch von Hainburg

Etwa 250 Menschen demonstrierten in Schwanberg gegen Ein Wasserkraftwerk...Bewertet mit 3 Sternen

 

Politik im Bild

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat 

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang