"Hochprofessionelle Soldaten" für robuste Jobs
Österreich soll das Heer nur so ausrichten, dass es künftige Aufgaben schafft, rät deutscher Professor. Er verweist dabei auf die erfolgreiche Umstrukturierung in Deutschland

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Der Umbau der deutschen Bundeswehr zu einem Freiwilligenheer (Berufsheer) vor rund einem Jahr habe funktioniert. Es gäbe keine Probleme bei der Rekrutierung für die Armee mit 140.000 Soldaten. "Die Bundeswehr hat guten Zulauf", erklärte Professor Carlo Masala von der Bundeswehr-Uni München vor Journalisten in Wien. Pro freier Offiziersstelle gäbe es vier Bewerber, für normale Soldatenjobs sogar acht Mal mehr als nötig. Befürchtungen, es würden sich hauptsächlich "Militaristen, Verrückte oder Rechtsradikale" als Freiwillige melden, seien widerlegt. "Unter 100 Bewerbern sind zwei Verrückte", sagte Masala. Die Verankerung der Armee in der Gesellschaft habe nicht gelitten. Zudem sei sie nun "deutlich billiger". Auch in Deutschland sei früher vor allem mit Blick auf fehlende Zivildiener über die Wehrpflicht debattiert worden. Ähnlich dogmatisch liefe die Debatte in Österreich. Laut Masala wäre es richtiger, das Bundesheer davon losgelöst nur auf künftige Aufgaben auszurichten. Österreich müsse sich vor allem auf teils "robuste" Aufgaben im Ausland, einstellen. Das erfordere "hochprofessionelle" Soldaten.












