Britische Afghanistan-Soldaten unter Mordverdacht
Sieben britische Soldaten sind im Zusammenhang mit einem Einsatz in Afghanistan 2011 wegen Mordverdachts festgenommen worden. Der Vorfall, der den Soldaten zur Last gelegt wird, habe sich nach einem Gefecht mit Rebellen ereignet, zitierte die Nachrichtenagentur PA am Freitag einen Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums. "Dabei waren keine Zivilisten beteiligt."
Da die Untersuchungen noch liefen, wollte der Sprecher zunächst keine Details nennen. Nach den Festnahmen am Donnerstag werde sich nun die britische Militärjustiz mit dem Fall befassen, hieß es.
Ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums reagierte erfreut auf das Bekanntwerden der Festnahmen der sieben britischen Soldaten: "Dies ist ein guter Schritt, der wesentlich dabei helfen kann, Verlusten in Afghanistan vorzubeugen - insbesondere zivilen Opfern", sagte Mohammad Zaher Azimi. Es sei wichtig, dass die britischen und die NATO-Streitkräfte das Kriegsrecht respektierten, betonte der Ministeriumssprecher.
Es ist das erste Mal, dass im Afghanistan-Konflikt Soldaten aus Großbritannien wegen Mordverdachts festgenommen wurden. Nach Einschätzung britischer Medien wie der BBC handelt es sich um Mitglieder der "3 Commando Brigade", die zwischen April und Oktober in der südlichen Unruheprovinz Helmand stationiert waren. Laut BBC kamen 23 Soldaten des Kommandos in dem Sommer ums Leben, viele weitere wurden verletzt.












