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Zuletzt aktualisiert: 12.10.2012 um 09:57 UhrKommentare

Vorarlberger BZÖler wechselt zu Stronach

Ein weiterer Abgeordneter kehrt dem BZÖ den Rücken zu, Christoph Hagen wurde bereits vom Bündnis augeschlossen. Mindestens ein Neuzugang beim "Team Stronach" ist noch zu erwarten.

Foto © APA

Das Rätsel um den nächsten Wechsel vom BZÖ ins Team Stronach ist geklärt. Der Vorarlberger Christoph Hagen hat in der "Neuen Vorarlberger Tageszeitung" bestätigt, dass er vom orangen Bündnis in die neue Bewegung des austro-kanadischen Magna-Gründers wechselt. Gleichzeitig kündigte Hagen an, dass es noch weitere Neuzugänge aus dem BZÖ beim "Team Stronach" geben dürfte.

Mit Hagen hat die Stronach-Partei fünf Abgeordnete im Nationalrat und könnte somit Klubstatus beantragen. Da es aber fünf Mandatare bedarf, die bei der letzten Wahl auf der selben Liste angetreten sind, um automatisch Fraktionsstärke zu erlangen, bräuchte es noch einen BZÖ-Abgeordneten, weil Stronach-Mandatar Gerhard Köfer aus der SPÖ kommt.

Hagen glaubt, dass dies kein Problem darstellen wird: "Ich gehe davon aus, dass noch ein fünfter BZÖler wechseln wird." Dass er nach FPÖ und BZÖ nun schon der dritten Partei angehören wird, ist für den Neo-Stronach-Politiker nichts besonderes: "Es ist nicht mehr so, dass man von der Wiege bis zur Bahre ein- und derselben Partei angehören muss."

Geld hat Hagen eigenen Angaben zu Folge von Stronach nicht erhalten: "Gar nichts. Ich bin vor einiger Zeit auf ihn zugegangen, weil mir seine Linie gut gefällt." Darunter versteht Hagen unter anderem, dass Stronach "mit Bill Clinton genauso wie mit der kleinen Putzfrau" spreche. In einer nächsten Etappe wird der bisherige BZÖ-Landesobmann Vorarlbergs nun eine Stronach-Landesgruppe in seinem Heimat-Bundesland aufbauen.

Dass Hagen zu Stronach wechselt, kommt nicht wirklich überraschend, war dies doch im orangen Bündnis zuletzt schon vermutet worden. Er selbst hatte sich freilich am Donnerstag noch in Dementis geübt: "Für mich ist das echt witzig. So einen Blödsinn kommentiere ich gar nicht mehr", sagte er am Donnerstag auf einen Wechsel zu Stronach angesprochen.


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