Ein Kämpfer wider den Zeitgeist
Der 18-jährige Klagenfurter Lukas Moser ist Gründungsobmann der Abwehrkämpferjugend. Den Ortstafelkonsens will er "neu aufrollen".

Foto © KLZ/Susanne HasslerMoser beim Festkonzert zum 10. Oktober im Konzerthaus Klagenfurt
Für Lukas Moser war es "eine Ehre", beim "Ulrichsbergtreffen" Grußworte zu halten. Also bei jenem umstrittenen Stelldichein der Kriegsveteranen, wo Altersgenossen rar sind. "Heimatbewusst" und "patriotisch" sind jene Werte, für die sich der Gründungsobmann der Jungen Generation im Kärntner Abwehrkämpferbund (KAB) einsetzt.
Der junge Freiheitliche besucht die Maturaklasse des BORG Klagenfurt und ist es gewohnt, politisch anzuecken. Bei Lehrern und Kollegen, aber auch in der Familie: Der Klagenfurter ist Neffe von Alt-Landeshauptmann Peter Ambrozy (SPÖ). Mit seinen, wie er es nennt, "Mitte-rechtspositionen", unterscheidet er sich von Ambrozy - und vielen seiner Alterskollegen.
Es war Jörg Haider, der Lukas Moser für die Politik begeisterte, vielleicht, weil sein Vater Luigi Unterluggauer (die Hälfte des Comedy-Duos "Schräge Vögel") Haider auf der Bühne imitierte. Persönlich kennengelernt hat Moser Haider nie. Mit Kurt und Uwe Scheuch (",Ich würde ihn nie verlieren wollen") verbinden ihn aber innige Freundschaften.
Besonders imponiert Moser KAB-Obmann Fritz Schretter, ein "väterlicher Freund", den er für dessen Mut und Standhaftigkeit lobt. Und dessen Ansichten Moser in der Ortstafelfrage teilt. Der junge Abwehrkämpfer will den Ortstafelkonsens "komplett neu aufrollen und mit Experten klären. Es sind jedenfalls zu viele Tafeln." Ein Spiel mit dem Feuer? "Nein", sagt Moser, "ich bin sicher, die Linken schnüren das Paket auf." Dabei gibt sich Lukas Moser gerne aufgeschlossen, betont, viele Freunde aus dem früheren Jugoslawien zu haben. Was ihn an diesen begeistere, sei deren "enormes Heimatbewusstsein, das fehlt uns in Österreich".
Die Politik stört den "stolzen Freiheitlichen": "Viele sind angefressen." Der Zeitgeist irritiert ihn: Moser vermisst Solidarität und Teamgeist. Zu Kriegszeiten habe man sich "geholfen, heute herrscht reiner Kapitalismus".
Moser, der 2014 den Ironman absolvieren will, hat einen großen Wunsch: Er will mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler über Ortstafeln diskutieren. Mit Harald Dobernig ist er nicht einer Meinung: "Jeder, der hier geboren ist und lebt, ist ein Kärntner."












