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    Zuletzt aktualisiert: 08.10.2012 um 14:52 UhrKommentare

    Chavez will ein noch "besserer Präsident" sein

    Das wiedergewählte Staatsoberhaupt von Venezuela will den "Übergang zum demokratischen Sozialismus des 21. Jahrhunderts weiter verfolgen".

    Foto © Reuters

    Mit einem deutlichen Wahlsieg hat sich der venezolanische Präsident Hugo Chavez weitere sechs Jahre an der Spitze des rohstoffreichen Landes gesichert. Der linksgerichtete Staatschef wurde am Sonntag bei der Präsidentenwahl klar bis 2019 im Amt bestätigt. "Heute haben wir gezeigt, dass die venezolanische Demokratie eine der besten der Welt ist", rief der 58-Jährige vom Balkon des Präsidentenpalastes in Caracas seinen Anhängern zu. Sein Herausforderer, Henrique Capriles Radonski, gestand die Niederlage ein. "Ich respektiere den Willen des Volkes", sagte der 40-jährige Jurist am Sonntagabend (Ortszeit).

    Chavez kam nach Auswertung von 90 Prozent der Stimmen laut einem offiziellen Bulletin der nationalen Wahlbehörde CNE auf 54,42 Prozent der Stimmen und lag damit uneinholbar in Führung. Auf den 40-jährigen Ex-Gouverneur Capriles entfielen demnach 44,97 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung erreichte mit mehr als 80 Prozent einen Rekordwert. Zu dem Votum aufgerufen waren fast 19 Millionen Stimmberechtigte.

    Der Präsident präsentierte sich voller Energie und Tatkraft. Um den Gesundheitszustand des 58-Jährigen ranken sich aber weiter Gerüchte. 2011 war er an Krebs erkrankt; er musste sich zwei Operationen sowie Chemo- und Strahlentherapien unterziehen. Rechtzeitig zum Wahlkampf hatte er sich jedoch vor einigen Monaten für geheilt erklärt.

    Dank via Twitter

    Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb Chavez: "Danke, mein geliebtes Volk. Es lebe Venezuela!! Es lebe (der Freiheitsheld Simon) Bolivar." Chavez ist seit 1999 im Amt und darf nach einer Verfassungsänderung von 2009 unbegrenzt häufig als Kandidat zur Wahl antreten. 2019 wäre er 20 Jahre im Amt.

    Capriles war mit dem Motto "Hay un camino" (Es gibt einen Weg) angetreten. Wer zu gewinnen wisse, der müsse auch verlieren können, sagte er nach Bekanntwerden der Ergebnisse auf einer Pressekonferenz. "Ich werde immer für Venezuela arbeiten. Die Venezolaner können auf mich zählen. Ich bin ein Demokrat." Capriles betont jedoch, fast die Hälfte des Landes sei gegen das politische Projekt des Wahlsiegers. Chavez rief er dazu auf, allen Venezolanern zu dienen: "Ein guter Präsident zu sein bedeutet, für die Einigkeit aller Venezolaner zu arbeiten."

    Zur hohen Wahlbeteiligung sagte Chavez: "Es war ein denkwürdiger Tag, gekennzeichnet durch den demokratischen Geist aller." Die Präsidentin der Wahlbehörde CNE, Tibisay Lucena, sprach von einer "ruhigen Wahl ohne Störungen".

    Für die Glückwünsche seiner lateinamerikanischen Kollegen bedankte sich Chavez. Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner sei "sehr gerührt. Das argentinische Volk sendet ganz Venezuela eine Umarmung", berichtete Chavez nach einem Telefonat mit ihr. "Ich habe Cristina gesagt: Cristina, dieser Sieg gilt auch dem Vaterland Argentinien! Heute hat Lateinamerika gesiegt!"

    Auch Ecuadors Präsident Rafael Correa und der kubanische Staatschef Raul Castro und dessen Bruder Fidel hätten ihm gratuliert. Venezuela ist einer der weltweit führenden Ölproduzenten. Chavez unterstützt mit Öldollars auch andere linke Regierungen in der Region, vor allem das verbündete Kuba.

    Die EU-Außenpolitikbeauftragte Catherine Ashton gratulierte Chavez zu seinem Wahlsieg. Sie rief den wiedergewählten Präsidenten am Montag auf, allen Teilen der venezolanischen Bevölkerung mit ausgestreckter Hand entgegenzukommen, die Institutionen des Landes zu stärken sowie die Grundfreiheiten und eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu fördern. Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle gratulierte Chavez zur Wiederwahl und forderte den Präsidenten auf, Verantwortung für das Land zu übernehmen. In dem Votum für Chavez sehe er den Auftrag der Wähler, "die Zukunft Venezuelas verantwortlich zu gestalten", erklärte Westerwelle


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