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    Zuletzt aktualisiert: 07.10.2012 um 17:21 UhrKommentare

    "Die Grundfesten der Moral untergraben"

    Wenige Tage vor der Berufungsverhandlung im Fall der Punkband Pussy Riot hat der russische Präsident Wladimir Putin die umstrittene Verurteilung der drei Frauen als "richtig" verteidigt.

    Foto © AP

    Mit ihrer Protestaktion in einer Moskauer Kirche hätten die Musikerinnen "die Grundfesten der Moral untergraben", sagte Putin in einem am Sonntag ausgestrahlten russischen TV-Interview.

    Zu der jeweils zweijährigen Gefängnisstrafe für die Frauen sagte er: "Sie haben es gewollt, und sie haben es bekommen." Das "Punkgebet" habe sich zwar gegen ihn gerichtet, er habe aber "keinen Einfluss auf den Prozess genommen", betonte Putin. Die Berufung wird am 10. Oktober in Moskau verhandelt.

    Empörung

    Die inhaftierten Musikerinnen wurden Mitte August wegen einer kritischen Aktion gegen Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Die Verteidiger der Frauen gehen nicht davon aus, dass die Berufung Erfolg hat, sondern rechnen maximal mit einer Reduzierung der Haftstrafe um sechs Monate. Der Richterspruch wegen Rowdytums aus religiösem Hass war weltweit auf Empörung und scharfe Kritik gestoßen. Bürgerrechtler kritisieren das Urteil als politisch motiviert. Die Führung in Moskau weist die Vorwürfe zurück.


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