Chavez muss erstmals zittern
Präsidentenwahl in Venezuela: Henrique Capriles Redonski schickt sich an, dem seit 1999 regierenden sozialistischen Staatschef Hugo Chavez die Macht zu entreißen.

Foto © APANoch-Staatschef Hugo Chavez
In Venezuela hat am Sonntag die mit großer Spannung erwartete Präsidentenwahl begonnen. Sechs Kandidaten bewerben sich um die Stimmen der fast 19 Millionen Wahlberechtigten. Der seit 14 Jahren regierende linksgerichtete Amtsinhaber Hugo Chavez muss erstmals um seine Wiederwahl fürchten. Der wichtigste Herausforderer des seit 1999 amtierenden Präsidenten ist der 40-jährige Henrique Capriles Radonski, der für ein Bündnis von rund 30 Oppositionsparteien antritt.
Der 58-jährige Chavez, der für Venezuela den "Sozialismus des 21. Jahrhundert" propagiert, lag in jüngsten Umfragen noch rund zehn Prozentpunkte vor Capriles. Dieser hatte jedoch den Abstand zu dem an einer Krebserkrankung leidenden Amtsinhaber in den vergangenen Wochen deutlich verringern können. Einige Umfragen rechneten mit einem knappen Rennen.
Schon vor der Öffnung der 13.800 Wahllokale bildeten sich an manchen Orten lange Schlangen. Rund 139.000 Soldaten waren im Einsatz, um die Sicherheit des Urnengangs in dem südamerikanischen Land zu gewährleisten.
Die Wahlzentren sollten um 18.00 Uhr Ortszeit (Montag 00.30 Uhr MESZ) schließen. Ergebnisse wurden für die Nacht erwartet.













