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Zuletzt aktualisiert: 23.09.2012 um 20:00 UhrKommentare

Neue Partei: Frank Stronach steigt in den Ring

Am Donnerstag stellt Austrokanadier Frank Stronach sein "Team Stronach für Österreich" vor. Von seiner Forderung, der Rückkehr zum Schilling, hat er mittlerweile Abstand genommen.

Neo-Parteigründer Frank Stronach

Foto © APANeo-Parteigründer Frank Stronach

Am Donnerstag steigt Frank Stronach in den Ring: Bei einer Pressekonferenz am Vormittag in Schönbrunn und einer abendlichen Großveranstaltung im Magna Racino fällt der formelle Startschuss für den Einstieg des gebürtigen Oststeirers, der im Alter von 22 Jahren mit 200 Euro in der Tasche nach Kanada ausgewandert ist, in die heimische Politik. Noch diese Woche könnte die neue Bewegung "Team Stronach für Österreich" als Partei angemeldet werden. Auch soll ein Weisenrat aus der Taufe gehoben werden.

Steiermark als Stronach-Hochburg

Seit August ist klar, dass der Austrokanadier als Spitzenkandidat der Bewegung vorstehen wird. Der 80-jährige Multimilliardär, dessen Vermögen auf vier Milliarden Dollar geschätzt wird, ist zwar bereit, als Abgeordneter ins Parlament einzuziehen, bei einer Regierungsbeteiligung würde er allerdings einem Weggefährten, etwa Sigi Wolf oder Herbert Paierl, den Vortritt lassen. Laut jüngsten Umfragen kommt Stronach derzeit auf neun Prozent - mit der Steiermark, wo er die meisten Arbeitsplätze geschaffen hat, als einsame Stronach-Hochburg.

Keine Rückkehr zum Schilling

In Gesprächen mit Vertrauten und Experten hat Stronach in den letzten Wochen an seinen inhaltlichen Positionen gefeilt. Auffallend: Der Forderung nach einer Rückkehr zum Schilling ist Geschichte. Heute liebäugelt der Unternehmer mit der Idee, dass jedes Land "seinen Euro" behalten soll, allerdings mit flexiblem Wechselkurs. "Es soll einen Griechenland-Euro, einen Italien-Euro, einen Österreich-Euro geben", so Stronach im Trend. "Der deutsche Euro wäre die Richtschnur. Und der Griechenland-Euro hätte vielleicht 40 Prozent ihres Wertes. Psychologisch gesehen würden dann alle Länder beim Euro bleiben."

MICHAEL JUNGWIRTH

TV-TIPP

In Fortsetzung der ORF-Sommergespräche stellt sich Stronach Montagabend (29. September) im Fernsehen einem "Herbstgespräch" - und zwar um 21.15 Uhr auf Puls 4. Die Fragen stellt Corinna Milborn.

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