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Zuletzt aktualisiert: 22.09.2012 um 15:33 UhrKommentare

Kampfjet von syrischen Rebellen abgeschossen

Foto © APA

Die syrischen Rebellen haben einem Augenzeugen zufolge einen Kampfjet der Armee abgeschossen. Die Aufständischen hätten einen Militärstützpunkt bei der Stadt Atarib in der nördlichen Provinz Idlib angegriffen, sagte ein Reporter. Als der Jet über die Rebellen hinweggeflogen sei, hätten sie ihn mit einer provisorischen Flugabwehrwaffe getroffen.

Seit einigen Wochen hat das Militär seine Offensive verschärft. So wurden am Donnerstag nach Oppositionsangaben bei einem einzigen Luftangriff auf eine Tankstelle im Norden des Landes mindestens 54 Menschen getötet.

Die schlecht bewaffneten Rebellen haben im Ausland um Flugabwehrraketen gebeten, um gegen die militärische Übermacht der Armee zu bestehen. Bisher kämpfen sie gegen Assads Luftwaffe vor allem mit auf Kleintransportern befestigten Maschinengewehren. Ende August haben sie nach eigenen Angaben schon einmal einen Kampfjet in der Provinz an der Grenze zur Türkei abgeschossen. Wenige Tage zuvor hatten sie einen Militär-Hubschrauber abgeschossen.

Präsident Assad versucht seit eineinhalb Jahren einen Aufstand niederzuschlagen. Allein in der letzten August-Woche wurden nach Angaben der Vereinten Nationen 1.600 Menschen getötet. Insgesamt kamen nach Angaben der Opposition mehr als 27.000 Menschen in dem Konflikt ums Leben, der mit friedlichen Demonstrationen begann und sich zu einem Bürgerkrieg ausgewachsen hat.

Unterdessen verlegte die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) ihre Kommandozentrale von der Türkei nach Syrien. Wie die Gegner von Präsident Assad in einem im Internet veröffentlichten Video mitteilten, wechselte die Führung der FSA "in die befreiten Regionen" in Syrien. FSA-Chef Riad al-Assaad sprach dabei von "einer guten Nachricht für unser freies und heroisches syrisches Volk".

In der nordsyrischen Metropole Aleppo hatte es am Samstag erneut schwere Kämpfe gegeben. Dabei wurden nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens elf Soldaten und fünf Rebellen getötet.

Quelle: APA

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