Merkel und Hollande für enge Kooperation in Krise

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Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande haben sich vehement für eine verstärkte Zusammenarbeit beider Länder ausgesprochen. Dies sei essenziell, um die Krise in Europa zu überwinden, sagten beide am Samstag in Ludwigsburg in einer Feierstunde zum 50. Jahrestag der Rede des damaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulles an die deutsche Jugend.
"Deutschland und Frankreich haben eine außerordentliche Verantwortung. Wir bilden das Herz Europas", sagte Frankreichs sozialistischer Präsident Hollande. Im Wahlkampf hatte er noch exklusive bilaterale Abstimmungen in EU-Fragen kritisiert. In Ludwigsburg betonte er, dass man sicher nicht für die EU-Partner entscheide. "Aber wir müssen sie mitnehmen", sagte Hollande.
Es sei dringend nötig, die Voraussetzungen für Wachstum zu schaffen, die Euro-Zone zu stärken, die Finanzwelt besser zu kontrollieren und die wirtschaftspolitische Koordinierung zu stärken. "Statt die Flamme der Freundschaft nur am Brennen zu halten, ist es unsere Pflicht, sie jeden Tag neu zu entzünden", mahnte Hollande. Es gelte, sowohl eine Banken- und Wirtschaftsunion wie auch eine soziale und politische Union zu schaffen.
Auch Kanzlerin Merkel betonte die Bedeutung der bilateralen Freundschaft. "Wir arbeiten an der nachhaltigen Gesundung Europas. Deutschland und Frankreich haben dafür eine ganz besondere Verantwortung", sagte sie. "Aber es braucht den politischen Willen dazu." Dies sei auch die Aufgabe für die Jugend. Merkel endete mit dem französischen Satz: "Vive la jeunesse franco-allemande, vive la jeunesse européenne." Hollande sagte auf Deutsch: "Es lebe die deutsch-französische Freundschaft."
De Gaulles Rede bildete damals zusammen mit dem Versöhnungsgottesdienst in der Kathedrale von Reims die Grundlage für die Aussöhnung beider Länder und den Abschluss des Elysee-Vertrages, der die deutsch-französische Freundschaft festschreibt.












