Razzia gegen südafrikanische Bergleute
Bei einer Razzia in einem Wohnheim nahe der Platingrube Marikana in Südafrika haben Polizisten Samstagfrüh zahlreiche Waffen beschlagnahmt. Unter anderem seien Schlagstöcke und Macheten sichergestellt worden, zitierte die Nachrichtenagentur Sapa einen Polizeisprecher. In dem Gebäude leben rund 600 Bergleute. Die Ordnungskräfte nahmen auch Menschen fest. Ihnen wird Drogenhandel vorgeworfen.
Die Belegschaft des Bergwerks befindet sich seit einem Monat in einem wilden Streik und die gesamte Produktion wurde eingestellt. Die Arbeiter fordern eine drastische Lohnerhöhung. Bei schweren Zusammenstößen mit der Polizei waren in den vergangenen vier Wochen insgesamt 44 Menschen getötet worden. Mittlerweile haben sich die Unruhen auf andere Bergwerke in der Region ausgeweitet.
Das örtliche Arbeitsgericht gestand einem Bericht der Zeitung "Saturday Star" zufolge dem Bergbauunternehmen Lonmin das Recht zu, Streikende zu entlassen, wenn sie die Arbeit nicht wieder aufnehmen. "Die Entscheidung ist rechtskräftig und der Arbeitgeber kann aktiv werden, ohne dass rechtliche Konsequenzen drohen", sagte ein Anwalt. Lonmin ist der drittgrößte Platinproduzent der Welt.












