Weltweite Angst vor Anschlägen
Nach der Erstürmung von US-Vertretungen in Ägypten und Libyen und der Tötung eines US-Diplomaten befürchten Terrorismusexperten weitere Ausschreitungen weltweit. Unmittelbarer Auslöser für die neuen Gewaltaktionen ist ein Trailer für einen angeblich islamfeindlichen Film auf YouTube.

Foto © APTumulte vor der amerikanischen Botschaft in Kairo
Die höchste Gefahr drohe in Ländern mit militanten islamischen Rebellengruppen, teilte das auf die Beobachtung terroristischer Aktivitäten spezialisierte IntelCenter am Dienstag in Alexandria bei Washington mit.
Unmittelbarer Auslöser für die neuen Gewaltaktionen ist ein Trailer für einen angeblich islamfeindlichen Film auf YouTube. Autor, Regisseur und Produzent Sam Bacile habe für den rund zwei Stunden langen Film fünf Millionen Dollar (3,9 Millionen Euro) von rund 100 jüdischen Spendern eingesammelt, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. Der 52-Jährige wolle seine Sicht zeigen, dass der Islam eine hasserfüllte Religion sei, zitiert das Blatt aus einem Telefoninterview. "Islam ist wie Krebs", sagte Bacile demnach.
In dem 14 Minuten langen Trailer werde der Prophet Mohammed als Dummkopf, Frauenheld, Homosexueller, Kinderschänder sowie gieriger und blutdürstiger Gangster dargestellt, berichtete die "New York Times".
Der Trailer war nach Angaben des "Wall Street Journal" seit Juli auf YouTube. Aufmerksamkeit habe die Filmvorschau erregt, seit sich der als Koranhasser bekanntgewordene Pastor Terry Jones aus Florida für den Film eingesetzt habe. Jones hatte im März 2011 gewalttätige Proteste in Afghanistan ausgelöst, nachdem eine Koran-Ausgabe in seiner Kirche verbrannt worden war. Sieben UNO-Mitarbeiter starben als Folge der Gewalt. Weitere 76 Menschen wurden verletzt.












