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Zuletzt aktualisiert: 10.09.2012 um 11:54 UhrKommentare

Ist das Smartphone die neue Religion?

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass für Österreichs Jugendliche Familie und Freunde am wichtigsten sind. Religion und Politik interessieren kaum. Hauptmedium ist das Smartphone. ORF und Zeitungen halten Jugendliche für verzichtbar.

Foto © © Aaron Amat - Fotolia.com

Für Österreichs Jugend sind Familie (67 Prozent) und Freunde (66,6 Prozent) am wichtigsten, Religion (4,6 Prozent) und Politik (4,5 Prozent) haben dagegen einen geringen Stellenwert. Das ergab die aktuelle Jugend Trend-Monitor-Studie, die die Event-Agentur DoclX bei einer Pressekonferenz am Montag präsentierte. Gemeinsam mit dem Online-Research-Institut Marketagent.com führte der Veranstalter von Maturareisen eine Online-Befragung unter 3.000 Personen zwischen 14 und 29 Jahren durch.

Das wichtigste Medium ist für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Internet (35,7 Prozent). Den ORF und Printmedien halten die Befragten hingegen großteils für verzichtbar. Nur 1,4 Prozent würden Zeitungen vermissen. Privatfernsehen wird von 48,3 Prozent gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen (18,7 Prozent) bevorzugt.

Mobiles Internet nutzen 82,5 Prozent der Jugendlichen täglich. 37 Prozent der Befragten nutzen mehr als 30 Minuten am Tag Social Media Plattformen über ihr Smartphone.

Im Berufsleben wollen sich 53,8 Prozent vor allem selbst verwirklichen. Für 41,2 Prozent kommen allerdings Kinder vor der Karriere (29,1 Prozent). Die beliebtesten Branchen sind "IT und Telekommunikation" (12,3 Prozent), "PR/Werbung/Kommunikation" (9,8 Prozent) und "Eventmanagement" (9,8 Prozent). Als attraktivsten Arbeitgeber gaben 6,7 Prozent der Befragten Red Bull an, auf Platz zwei folgt die Voest Alpine (1,8 Prozent) und auf Platz drei der Staat (1,7 Prozent).

Politiker zu werden können sich die meisten der Befragten (72,5 Prozent) nicht vorstellen. Vertrauen in die österreichische Politik haben nur 1,1 Prozent der Befragten. Als die korruptesten Parteien nehmen die Jugendlichen FPÖ (15,7 Prozent) und ÖVP (14,8 Prozent) wahr.


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