Hongkong wählt neues Parlament
Am Sonntagmorgen haben in Hongkong Parlamentswahlen begonnen. Die Wahlen werden vom Streit um die Einführung eines Patriotismus-Schulfachs überschattet. Kritiker befürchten eine pro-chinesische Gehirnwäsche.

Foto © ReutersDie Debatte um ein Patriotismus-Schulfach sorgte am Samstag in Hongkong für Proteste
In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong haben am Sonntagmorgen Parlamentswahlen begonnen. Die Stimmabgabe steht unter dem Eindruck eines heftigen Streits um die Einführung eines Patriotismus-Pflichtfachs an den Schulen der Metropole, gegen die in den vergangenen Tagen zehntausende Hongkonger auf die Straße gegangen waren. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, hat es Hongkongs Verwaltungschef Leung Chun-ying den einzelnen Schulen am Samstagabend freigestellt, ob sie das Fach einführen wollen. Kritiker befürchten eine pro-chinesische "Gehirnwäsche" der Schüler.
In Hongkongs Parlament ("Legco") werden am Sonntag 70 Sitze vergeben, von denen nur 40 nach dem allgemeinen, freien Wahlrecht gewählt werden können. Die übrigen 30 Sitze werden von Hongkonger Interessengruppen bestimmt, die in der Mehrzahl dem Pro-Peking-Lager angehören. Die parteiübergreifende Allianz der Demokraten benötigt mindestens 24 Sitze, um wichtige Gesetzesvorhaben blockieren zu können.













