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Zuletzt aktualisiert: 06.09.2012 um 11:09 UhrKommentare

Piratenpartei: Volksbegehren gegen Parteienförderung

Die Österreichische Piratenpartei hat am Donnerstag in Graz ihre Pläne für ein Volksbegehren zur Kürzung der Parteienförderung vorgestellt. Für das Begehren erwarte man sich 300.000 Unterschriften.

Foto © APA

Ab sofort sammelt die Neo-Partei Unterstützungserklärungen und zeigt sich zuversichtlich, die geforderten 8.200 Stück bis Ende des Jahres beisammen zu haben. Für das anschließende Begehren erwarte man sich 300.000 Unterschriften, so Rodrigo Jorquera, Mitglied des Bundesvorstands.

Im Wortlaut

Der Wortlaut des geplanten Volksbegehrens lautet: "Wir fordern bundes(verfassungs)gesetzliche Maßnahmen zur Kürzung der Parteienförderung, insbesondere die Rücknahme der Erhöhung der Bundesparteienförderung. Wir wollen nicht, dass die Parteien zusätzliche Steuergelder bekommen, solange die Bevölkerung durch Sparpakete zur Budgetsanierung belastet wird. Wir sind mit dieser Erhöhung der Parteienförderung nicht einverstanden."

Jorquera sowie Philip Pacanda, Vorstand der Piratenpartei Steiermark, sprachen von einer "Frechheit, dass sich Parteien in Zeiten sozialer Kürzungen mehr aus dem Budget nehmen". Österreich sei nach Japan Vizeweltmeister, was die Parteienförderung betrifft - und das nicht pro Kopf gemessen. In Deutschland betrage die Förderung pro Jahr rund 150 Mio. Euro, in Österreich seien es mit einem Bruchteil der Bevölkerung rund 200 Mio. Euro. Dass sich die Piratenpartei mit ihrer Forderung quasi ins eigene Fleisch schneidet, sei ihm bewusst, meint Jorquera: "Wir gehen nicht den einfachen Weg, aber es ist auch mit weniger Geld möglich, gute Politik zu betreiben."


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