Aktenvermerke lassen an Dörflers Version zweifeln
Zwei Aktenvermerke widersprechen den Aussagen des Kärntner Landeshauptmannes. Dieser schließe aber "zu hunderttausend Prozent aus", dass er bei der Vergabe von Bauaufträgen mitrede.

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Er schließe "zu hunderttausend Prozent aus", dass er bei der Vergabe von Bauaufträgen mitrede, hat der Kärntner Landeshauptmann und Straßenbaureferent Gerhard Dörfler (FPK) zuletzt im Interview mit der Kleinen Zeitung erklärt. Zwei Aktenvermerke aus dem Jahr 2004 lassen zumindest Zweifel an dieser Behauptung aufkommen.
Ein Beamter protokolliert, wie ihm vom Büro Dörfler mitgeteilt worden sei, dass die Vergabe eines Auftrages nicht - wie üblich - öffentlich ausgeschrieben werde. Vielmehr habe Dörflers Mitarbeiter die Handynummer eines Firmenchefs angefordert: "Die Daten wurden dem Büro Dörfler übermittelt", heißt es. Der Auftrag wäre demnach an den zuständigen Beamten vorbei im Büro Dörfler vergeben worden.
Ein Prozent der Auftragssumme
Zwei Tage später beklagte sich der Firmenchef bei einem Beamten, dass Dörfler von ihm ein "Sponsoring in der Höhe von einem Prozent der Auftragssumme" verlangt habe, oder zumindest eine sofortige Zahlung in der Höhe von 2000 bis 3000 Euro. Dörfler will sich an dieses Gespräch nicht erinnern können.
Nach Informationen der Kleinen Zeitung ist der erste - offiziell beglaubigte - Vermerk seit Kurzem aus der Registratur der Landesregierung verschwunden. Eine Kopie liegt aber inzwischen bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft.












