Israel räumt illegale jüdische Siedlung Migron

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Israels höchstes Gericht hat die Räumung des illegalen Siedleraußenpostens Migron im Westjordanland angeordnet. Wie der israelische Rundfunk berichtete, sollen die 50 jüdischen Siedlerfamilien bis Dienstag die Siedlung nördlich von Jerusalem verlassen. Migron entstand 2001 und entwickelte sich zu einem der größten "wilden" Außenposten. Die Gebäude sollen bis Mitte September abgerissen werden.
Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bot den Siedlern Unterkünfte etwa zwei Kilometer entfernt an. Sprecher der Siedler und ultranationalistische Abgeordnete kritisierten die Entscheidung des Gerichts scharf. Die israelische Organisation Peace Now begrüßte den Richterspruch dagegen.
International wird Israels Siedlungsbau als völkerrechtswidrig kritisiert. Inmitten von bis zu vier Millionen Palästinensern leben Hunderttausende jüdische Siedler - allein im Westjordanland sollen es fast 500 000 sein.












