"Stronach hat mir nach zehn Minuten 500.000 geboten"
Hätten sich BZÖ-Chef Josef Bucher und Frank Stronach auf ein "weiteres gemeinsames Vorgehen" geeinigt, hätte der Milliardär den Wahlkampf der Orangen finanziell unterstützt, "beginnend mit 500.000 Euro für Plakate etc."

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Nachdem die BZÖ-Mandatarin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger als vierte Abgeordnete zu Frank Stronach gewechselt hatte, reagierte BZÖ-Chef Josef Bucher heftig. Er kritisierte "politische Söldner", denen "Charakter und Anstand" fehlten. Es sei auch "ein Skandal, dass man Mandate kaufen kann", sagte Bucher und plauderte aus der Schule: Ihm sei zu Ohren gekommen, dass Stronach Abgeordnete mit 15.000 Euro brutto im Monat zu ködern versucht habe. Ihm selbst habe der Milliardär bereits nach einem zehnminütigen Gespräch 500.000 Euro geboten, behauptet Bucher. Er habe abgelehnt. Eine Anzeige werde er nicht machen.
Namen angeblich Gekaufter will Bucher "erst vor Gericht" nennen. Stronach hatte kürzlich, nachdem ÖVP-Justizsprecher Michael Ikrath pauschal ähnliche Vorwürfe erhoben hatte, jeden Versuch, Politiker kaufen zu wollen, energisch bestritten. Kathrin Nachbaur, die Leiterin des Frank Stronach Instituts, bestätigt zwar das Angebot von 500.000 Euro, diese seien jedoch für den Wahlkampf gedacht gewesen, nicht für Bucher persönlich.












