Elf Geiselnehmer in Georgien getötet
Ein Gruppe bewaffneter Kämpfer aus der russischen Teilrepublik Dagestan ist am Mittwoch nach Georgien eingedrungen. Dort nahmen die Männer mehrere Geiseln, woraufhin die georgische Polizei eine Spezialeinheit entsandte, die sich Gefechte mit den Eindringlingen lieferte. Dabei wurden drei Polizisten und elf Terroristen getötet.
Vize-Innenminister Charschiladse sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP, sie wüssten noch nicht, wer die Kämpfer seien und warum sie nach Georgien eingedrungen seien. Eine der Geiseln berichtete nach seiner Befreiung in einem vom Innenministerium veröffentlichten Video, sie seien nach einem Picknick in der Lopota-Schlucht nahe der Grenze von rund 15 "bärtigen Männern" mit Schnellfeuergewehren verschleppt worden. Diese hätten gedroht, sie zu töten, wenn sie zu fliehen versuchten. Charschiladse sagte, die Polizei habe sechs der Bewaffneten eingekreist. Fünf Polizisten seien bei dem Einsatz verletzt worden.
Die russische Kaukasus-Republik Dagestan ist seit Jahren Schauplatz eines Aufstands islamistischer Gruppen, die Anschläge und Überfälle auf Polizei und Behörden verüben. Die Beziehungen zwischen Russland und Georgien sind gespannt, seitdem sich die beiden Nachbarn im Sommer 2008 einen kurzen, aber blutigen Krieg um die von Georgien abtrünnige Bergregion Süd-Ossetien lieferten.












