Künstler Ai Weiwei will Merkel treffen

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Der regierungskritische chinesische Künstler Ai Weiwei würde gerne die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen, wenn sie in der kommenden Woche China besucht. Merkel sei bei vergangenen Besuchen in seinem Land "sehr hilfreich und sehr besorgt" gewesen, sagte Ai der "Bild"-Zeitung vom Freitag. "Ich respektiere sie sehr."
Der Künstler hat allerdings wenig Hoffnung, dass ein Treffen zustande kommt: Merkel habe "wahrscheinlich ihre Verpflichtungen". Ai war im vergangenen Jahr in China verhaftet und monatelang eingesperrt worden. Später verurteilte ihn ein Pekinger Gericht wegen Steuerhinterziehung. Das Urteil hält der 54-Jährige für politisch motiviert, er hat dagegen Berufung eingelegt. Der international bekannte Künstler hat die chinesische Führung schon häufig offen kritisiert.
Merkel wird Ende kommender Woche zu den zweiten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Peking erwartet. An den Beratungen werden neun Bundesministerien und 13 chinesische Ressorts teilnehmen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag mitteilte. Unter anderem wird Merkel von Außenminister Guido Westerwelle und Bildungsministerin Annette Schavan begleitet. Die Kanzlerin wird auf der zweitägigen Reise auch die Hafenmetropole Tianjin besuchen.












