Flüchtlingsstrom aus Syrien wächst rasant

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Immer mehr Syrier fliehen vor dem Bürgerkrieg in die Nachbarländer. Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge sprach am Freitag von mehr als 200.000 Menschen, die Schutz in der Türkei, im Libanon, dem Irak und Jordanien gesucht haben. Das entspricht etwa einem Prozent der Bevölkerung in dem arabischen Land.
Die türkische Regierung erklärte, allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 3.500 Syrer eingetroffen. Das seien so viele wie noch nie zuvor an einem Tag seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Assad. In den Vororten von Damaskus gingen die Kämpfe zwischen Armee und Rebellen unvermindert weiter.
Die Armee setzte nach Angaben der Opposition ihre Offensive in der Umgebung der Hauptstadt Damaskus fort. Am dritten Tag der Gefechte um den sunnitischen Arbeiter-Vorort Daraja seien mindestens 21 Menschen getötet worden. Auch Raketenwerfer seien im Einsatz. "Viele Leichen sind unter den zerstörten Gebäuden begraben und die Zivilisten versuchen, nach Damaskus zu entkommen", sagte ein Mitglied der Opposition per Telefon der Nachrichtenagentur Reuters. Aus anderen sunnitischen Vororten wurden ebenfalls Kämpfe gemeldet. Die Angaben aus Syrien sind schwer zu überprüfen, da ausländische Journalisten kaum Zugang haben.
Die syrische Luftwaffe bombardierte nach Angaben von Aktivisten erneut mehrere Stadtteile der Wirtschaftsmetropole Aleppo. Unter den Zielen sei auch das teilweise von Aufständischen kontrollierte Quartier Salaheddin. Auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete von Gefechten in Aleppo. Dabei setzten die Truppen zunehmend auf die Unterstützung bewaffneter Zivilisten. Demnach "kooperieren" Bewohner Aleppos mit den Truppen des Regimes von Präsident Assad.
Eine Eskalation des Konfliktes, die zum Einsatz von Chemiewaffen führte, wurde indes von Russland ausgeschlossen. "Sie werden nicht dazu greifen", sagte der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow in einem am Freitag in Moskau veröffentlichten Interview. Die Behörden in Damaskus hätten dies Moskau garantiert, und Russland werde genau darauf achten.












